7
Apr
2014

Urlaub

D_mini Die Vorfreude steigert sich von Tag zu Tag. Am Samstag beginnt der Urlaub. Endlich! Vor gut zwei Monaten haben wir ihn geplant, Flüge, Auto und Unterkunft gebucht, und nun ist es bald soweit: Wir kehren an den Ort unseres ersten gemeinsamen Urlaubs zurück. Diesmal mit den Kindern. Mit der neuen Freundin ihres Papas haben sie ja bereits ein paar Urlaubstage verbracht, nun ist es bei uns soweit. Am Samstagabend werde ich sie zum ersten Mal hier auf dem Flughafen begrüßen, sie lernen meine Wohnung kennen, und am Sonntag fahren wir dann gemeinsam los. Ich freue mich sehr darauf und mache mir keine Sorgen, dass es in irgend einer Form kompliziert werden könnte. Schließlich haben wir schon zusammen Karaoke gesungen, peinlicher kann es für mich nicht mehr werden! :D Und dann warten vier Tage Erholung und Entspannung, ohne vorher festgelegtes Programm oder irgendwelche Pflichtübungen. Wir lassen uns einfach treiben und schauen, wozu wir Lust haben. Ich denke, wir haben uns alle ein paar gemütliche Tage verdient, auch wenn "gewisse Dinge" im Beisein der Kinder eine kleine Herausforderung darstellen werden. ;-)

Und weil wir schon beim Kennenlernen sind, ist anschließend gleich noch eine sehr spezielle Verabredung geplant: Vater und Sohn stellen sich gegenseitig ihre Freundin vor. Mein Kind ist nun schon rund ein halbes Jahr liiert, und auch bei uns wird es längst Zeit, dass mein Schatz meinen Sohn trifft, günstigerweise gleich mit ihren Kindern. Dann ist die Patchworkfamilie also mal komplett! Und als Papa bin ich natürlich auf die Freundin meines Kindes gespannt. Die Beiden verbringen fast jeden Tag (und jede Nacht) zusammen, da möchte ich nun auch gern endlich wissen, wer die junge Frau denn ist, in die sich mein Sohn verliebt hat.

Wir werden dann noch ein wenig die Stadt erkunden und ein paar Highlights anschauen, und am Ostersonntag begleite ich meinen Schatz in die Schweiz. Auch hier steht feiertagsüblich Familienbesuch an, zum ersten Mal in so einem Rahmen mit mir. Ich habe mir gewünscht, dass es eines Tages ganz normal werden würde, solche besonderen Tage gemeinsam erleben zu können. Nun ist es so gekommen und ich bin glücklich. Aber nicht nur deswegen. :-)

Nach so viel Neuem bleiben dann noch ein paar Tage zum Relaxen, bis ich Donnerstag nach Ostern wieder in meine alte Heimat zurückkehre. Dann waren wir diesmal fast zwei Wochen zusammen, und der Abschied wird besonders schwer fallen. Aber jobmäßig tut sich leider noch absolut nichts (18 Absagen bisher, gerade heute wieder eine!). Wir haben nun inzwischen die Bewerbungsunterlagen noch einmal komplett umgeschrieben, vielleicht habe ich damit künftig mehr Erfolg. Bis dahin werden wir weiter pendeln. Zum Glück ist Tegel noch offen und das BER-Desaster hat für mich auch etwas Gutes - ich kann quasi vor der Haustür in den Flieger steigen! ;-)

Dank WA und Sk*pe erscheint die Distanz aber weitaus geringer als diese 900 km Luftlinie. Es ist schön, dass es diese Möglichkeiten heute gibt und wir uns damit nicht nur emotional nah sind, sondern uns auch gegenseitig ein wenig am Alltag teilhaben lassen können. Und wenn wir dann wieder zusammen sind, ist es immer so, als seien wir nie getrennt gewesen - kein Fremdeln, kein Eingewöhnen. Alles ist sofort sehr vertraut. Es fühlt sich einfach unglaublich gut an!

Frohe Ostern!

24
Mrz
2014

Kommunikation

CH_mini Wieder liegt ein wundervolles, abwechslungsreiches, sehr intensives Wochenende hinter uns, mit leckerem Essen, Kino (auch wenn der Film sehr "depri" war), Bummeln, und einer Erkundungstour durch eine hübsche kleine Altstadt. Die schöne Altbausubstanz mit dem südländisch anmutenden Flair hat für mich etwas ganz Faszinierendes, Urlaubsartiges, Gemütliches. Dazu das Fabelwetter mit blauem Himmel, frühlingshafter Luft und Wärme - genial!

Aber auch der Regen am Samstag störte nicht. Ich hätte früher nie gedacht, dass selbst ein Schweigen und den Gedanken nachzuhängen wundervoll harmonisch und intim sein kann, wenn man dabei zusammen im Bett kuschelt. Wir ticken da schon beide sehr ähnlich, spüren die Wärme und genießen die Nähe auch ohne ein Wort. Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas ähnlich intensiv gefühlt zu haben. Mein Schatz spricht von ihrem männlichen Pendant. Ich empfinde das von meiner Seite ganz genauso.

Vielleicht braucht es einfach ein gewisses Alter und die damit verbundene Reife und Erfahrung, um intensiv und vorbehaltlos genießen und das Besondere auch würdigen zu können. Was ich darüber hinaus in den letzten Jahren aber auch gelernt habe: Es ist so wichtig, miteinander zu reden, wenn es Dinge gibt, die einen beschäftigen. Es bringt nichts, etwas aus Angst oder Unsicherheit zu verschweigen, denn es nagt an einem, schafft schlimmstenfalls Zweifel und weitere Ängste oder fördert zumindest Missverständnisse. Und doch bringt man es oft nicht fertig, den Mund aufzumachen.

Mir lag am Sonntag etwas auf dem Herzen und ich habe es getan, weil ich das Gefühl hatte, dass es mich sonst belasten würde. Es war gut und sehr erleichternd, dass wir darüber gesprochen und offene Fragen liebevoll, Auge in Auge, Hand in Hand geklärt haben. Das schafft zusätzliche Nähe, Vertrauen, Harmonie. Und es ist ein so gutes Gefühl zu wissen, dass wir offen und ehrlich über all unsere Sorgen, Wünsche, Gedanken und Vorstellungen sprechen können.

Auch dafür liebe ich meinen Schatz!

Nun bin ich wieder daheim, aber ich fühle mich noch wie im Rausch. Es ist erstaunlich, was intensive Gefühle und Erlebnisse auslösen können! Und es gibt Momente, da kommen mir meine Stadt und meine Wohnung gar nicht mehr so recht wie mein (alleiniges) Zuhause vor. Ich hab mich wohl auch in das Land verliebt - äs isch äso! Es ist schön, schon im Flieger vom Flight Attendant auf Mundart begrüßt zu werden. Es ist beeindruckend, wenn aus der Luft die Berge am Horizont auftauchen. Und es fühlt sich vertraut an, wenn mich das "Zugpersonal der SBB" per Ansage im IC begrüßt. Dass ich jetzt vier Wochen lang darauf verzichten muss, grenzt schon fast an Entzug! :-) Aber in der Zwischenzeit freue mich zunächst auf einen Blitzbesuch meiner Liebsten, und dann wartet unser gemeinsamer Ostsee-Urlaub mit den Kindern! Ich freue mich schon sehr darauf.

Da ich annehme, dass auch viele treue Leser/-innen von Rosalie hier mal zwischendurch vorbei kommen: Bei ihr geht es gerade und noch immer sehr turbulent zu (außerhalb der Auszeiten, die wir uns gemeinsam nehmen). Aber das Bloggen und der Austausch dort fehlen ihr. Und es wird in einigen Tagen, sobald etwas Zeit ist, auch auf ihrem Blog wieder etwas zu lesen geben. Stoff gibt es genug ...

P. S. Ich werde mit diesem Post testweise das "freie" Kommentieren ohne Anmeldung zulassen. Sollte der Spam nerven, muss ich das leider rückgängig machen.

10
Mrz
2014

Ich bin schon "fast" umgezogen

CH_mini Nun gut, vielleicht ist es ein wenig übertrieben, aber ich habe meine Winterschuhe schon mal in der Schweiz gelassen. Das ist doch ein Anfang! Es war zwar eher eine praktische Entscheidung, denn sie waren mir einfach zu schwer, um sie nach dem Urlaub wieder mit nach Hause zu nehmen, aber ich vertraue darauf, dass ich sie nicht noch einmal zu mir zügeln (umziehen) muss. Schließlich ist der nächste Winter noch weit, und meine Bewerbungsunterlagen sind jetzt so gut, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis ich einen neuen Job habe! :-)

Ein Berg im OberlandEine wundervolle Urlaubswoche liegt hinter uns. Es war eine tolle Mischung aus Faulenzen, Aufräumen, Ausflug, Freunde treffen. Und alles zusammen war Erholung pur! Für mich als Flachländer sind hohe Berge noch immer etwas Besonderes, Beeindruckendes, Magisches. Und so konnte ich mich kaum satt sehen an der wunderbaren Kulisse rund um den Eiger. Mit der Gondel hinauf auf 2000 m Höhe (ich glaube, das war Rekord in meinem Leben), und dort bei strahlendem Sonnenschein und Wärme trotz Schnee gut drei Stunden lang Schauen, Staunen, Essen, Trinken - das war wirklich ein Traum.

Zwei Nächte verbrachten wir in den Bergen, übernachtet haben wir in der Ferienwohnung ihres Mannes, der übrigens (mit den Kindern) anwesend war! Eine etwas skurrile Situation sicherlich, die aber weder peinlich noch unangenehm war. Wir kannten uns ja bereits von Silvester, haben uns nett unterhalten und gut vertragen. Und ich bin ihm dankbar, dass er mich mit seiner beruflichen Erfahrung bei meinen Bewerbungsbestrebungen unterstützt.

Am Samstag fuhren wir dann zurück in die soo schöne Wohnung von meinem Schatz. Unterwegs verlor ich auf dem Parkplatz allerdings gegen die Kinder ein Karaoke-Duell. Wie peinlich! ;-) Abends erwarteten wir dann noch Besuch, zum ersten Mal gemeinsam in ihrer Wohnung! Es wurde ein wunderschöner, unterhaltsamer Abend. Ich hab mich sehr wohl gefühlt und war auch ein wenig stolz, dass ich trotz der vielen Passagen in Mundart den Faden nicht verloren habe. Mein Schatz und ich, wir haben uns wunderbar und blind in der Küche ergänzt, genau so, wie das auch sonst bei uns funktioniert. Es ist wirklich erstaunlich, wie ähnlich wir in so vielen Dingen "ticken", egal, ob das nun in der Küche ist oder selbst, wenn wir Quizduell gegeneinander spielen. Nicht nur, dass die Lieblings-Wissensgebiete sehr ähnlich sind, auch bei den falschen Antworten wählen wir ganz oft die selbe Alternative. Am Ende ist es dann immer ganz knapp oder gar unentschieden, wie hier:

Quizduell

Sonntagabend ging es wieder zurück nach Hause, die knapp sieben Tage vergingen wie immer viel zu schnell. Ich hab die Woche ganz genüsslich ausklingen lassen an Bord der SWISS, die sich inzwischen zu meiner Lieblings-Fluggesellschaft entwickelt hat, nicht nur deswegen:

Rotwein

Angekommen in Berlin wäre ich gern im Flieger sitzen geblieben und sofort wieder zurück geflogen. Natürlich hinkt der direkte Vergleich mächtig - die wundervolle Wohnung am See ist nun mal nicht DIE Schweiz, der Ort ist schon etwas Besonderes und lässt meine Stadt in jedem Fall schlecht aussehen. Aber nicht nur die Umgebung, auch alles Andere werden wir schon nächste Woche wieder für ein langes Wochenende zusammen genießen können: den wundervoll vertrauten und liebevollen Umgang, stundenlanges Kuscheln, auch gern mal ganz still mit Blick auf die malerische Landschaft, den ersten Kaffee am Morgen gemeinsam im Bett, Begehren und Leidenschaft, die von einer Sekunde zur anderen aufflammen, ein Glas Wein auf der Terrasse, eine Pizza beim Lieblings-Italiener, einen Besuch im süßen kleinen Kino (immer mit Pause mitten im Film - hier in der Stadt undenkbar), oder einfach ein Stückchen Alltag mit Einkaufen, Aufräumen, Rechnungen bezahlen, Wäsche waschen.

Momentan müssen wir unsere gemeinsamen Tage noch wochenlang im Voraus planen, aber ich freue mich darauf, wenn irgendwann einmal ein Anruf ausreicht und wir uns eine halbe Stunde später treffen können. Dann lautet die Frage nur noch: Zu dir oder zu mir?

24
Feb
2014

Eins und Eins ist Null

D_mini Stille auf dem Blog bedeutet oft, dass es dem Autor gut geht - so auch bei mir, und wie! :-) Außerdem bin ich selten zu Hause und komme daher auch kaum zum Schreiben! Gerade gestern Abend bin ich wieder von einem wunderschönen, intensiven Wochenende voller Zweisamkeit zurückgekehrt, mit einem herrlichen Abschluss in der Frühlingssonne am Ufer des Sees. Traumhaft, und ich hatte so gaaar keine Lust, in den Flieger zu steigen.
Auch wenn die Zeit stets begrenzt ist, kommen wir immer wieder ein kleines Stück voran in ihrer Wohnung - da mal ein Regal zusammengebaut, hier mal der Fernseher an die Wand geschraubt. Es ist schön, wenn ich ein wenig helfen kann und damit ein paar Punkte auf der schier endlosen ToDo-Liste abgehakt werden können.
Ab kommendem Montag bin ich eine ganze Woche dort, ich freue mich schon sehr! Es fühlt sich noch immer genauso toll und prickelnd an wie vor einem Jahr - oder eher noch mehr! Und wir haben jetzt alle Besuchstermine hier und da bis zum Sommer gebucht, inklusive eines gemeinsamen Ostsee-Urlaubs mit ihren Kindern. Das wird eine Premiere und ein besonderer Höhepunkt werden.
An der Job-Front tut sich leider bisher nichts. Aber vielleicht klappt es mit ein paar frischen Tipps für eine gute Bewerbung bald besser. Wir sind noch immer optimistisch - trotz des Volksentscheids. ;-)

Dieses Post muss ich leider im Büro online stellen, da der befürchtete Alptraum wahr wurde und sich sämtliche Klischees eines Tarifwechsels bei einem Telefon-DSL-Provider mal wieder bestätigt haben! Der im Titel genannte Anbieter "sorgt" dafür, dass ich seit nunmehr einer Woche weder Telefon noch Internet habe. Und dabei war ich bisher positiv überrascht und zufrieden. Doch der Tarifwechsel von ADSL auf VDSL hat das schlechte Image nun leider doch bestätigt. Jeder Anruf in der Hotline bringt seitdem andere Antworten und Ausreden zutage. Mal ist die Teuerkom schuld, mal fehlt der kaufmännische Abschluss, dann heißt es, meine Störung sei storniert worden (von wem und warum kann mir jedoch niemand sagen), aktuell seit gestern fehlt mal wieder eine Rückmeldung des Netz-Providers. Aha! Und zum Hohn bekomme ich gestern noch eine Mail, in der man mich zur erfolgreichen Umstellung beglückwünscht. Vielen Dank! Ich kann nur jedem wünschen, dass er keine Störung bei eins und eins melden muss. Das könnte der Anfang einer unendlichen Geschichte werden.

Und noch etwas habe ich mit mäßigem Erfolg getestet: mytime, ein Online-Lebensmittellieferant. In der Vergangenheit habe ich schon ein paar Mal sehr gute Erfahrungen mit dem Lieferdienst von REWE gemacht. Und da ich einen Gutschein besaß, wollte ich nun mal einen reinen Online-Versender ausprobieren. Ich bin enttäuscht!
Die Preise für die Produkte halten sich im Rahmen, die meisten Artikel sind etwas teurer als im Laden. So weit, so gut. Das erste Hindernis ist aber schon die Menge, die bestellt werden kann oder muss. Den Mindestbestellwert von 40 Euro schafft man schon. Doch während ich bei REWE auch reichlich Getränke bestellen kann, beschränkt es sich hier auf wenige Flaschen. Der Grund ist klar: Die Ware wird in einem normalen Karton per DHL verschickt, der Platz und das Gewicht sind damit stark begrenzt.
Der nächste Test betraf die Frische. Für Kühlartikel gibt es eine Frischebox, die mit Trockeneis gekühlt wird. Für diese Box zahlt man Pfand und einen Frischezuschlag, der sich vermindert, je mehr solcher Artikel man bestellt. Um es vorweg zu nehmen - die Artikel kamen recht kühl an, aber wenn ich mir vorstelle, dass die Waren rund 18 Stunden unterwegs waren, frage ich mich, wie das wohl im Sommer sein mag?
Zurück zum Einkauf: Nachdem der Warenkorb fertig ist, kann man ein Wunschdatum eingeben. Hört sich toll an, doch ich war irritiert: Konnte man bei REWE ein kleines Stundenfenster über den ganzen Tag hindurch auswählen, kann man hier nur den Tag aussuchen, die Ware wird dann immer zwischen 7 und 12 Uhr geliefert. Für einen Berufstätigen kommt also nur der Samstag in Frage. Großer Minuspunkt!
Die Sendung kommt mit DHL Express. Der arme Mann musste ordentlich buckeln, die riesige Kiste war sehr schwer. Dann das Auspacken: Alles war recht sorgfältig verpackt, nichts kaputt oder ausgelaufen. Lediglich mit der Qualität des Obstes war ich nicht zufrieden: Die Bananen sahen schlimm aus und waren zum Teil schon matschig, die Clementinen dagegen waren unreif und sauer.
Da man für die Frischebox Pfand bezahlt, muss man sie zurückschicken, um den Pfand erstattet zu bekommen. Dafür liegt ein Retoure-Etikett bei, und man könnte die Kiste theoretisch zur Packstation bringen. Meine war aber zu groß für die Station. Dafür gibt es dann auf der Webseite den kostenlosen Abholservice von DHL. Auch hier kann man einen Wunschtermin angeben - aber keine Uhrzeit. Somit gilt erneut: Für Berufstätige kommt nur der Samstag in Frage. An dem Tag bin ich also zu Hause gefesselt, bis der DHL-Mann da war. Und ich hab keine Lust, diese unhandliche Kiste ohne Auto selbst zur Post zu bringen, somit steht sie jetzt im Flur und wartet auf Abholung.
Das Experiment ist also gescheitert, und ich werde ggf. weiterhin bei REWE bestellen. Service und Qualität stimmen hier einfach, was natürlich mit der eigenen Logistik, aber auch mit dem guten Service zu tun hat. Und für mich als Nicht-Auto-Besitzer ist das hin und wieder eine gute Alternative, für die ich gern 4 Euro Liefergebühr bezahle.

28
Jan
2014

Ein gemütliches und lehrreiches Wochenende

D_mini Mein Schatz war wieder zu Besuch! Eigentlich wollten wir die Stadt ein wenig weiter erkunden, aber der Winter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei gefühlten bis zu -22°C war schon ein kurzer Weg bis zum Supermarkt eine derartige Herausforderung, dass wir die meiste Zeit doch lieber zu Hause verbracht haben.

Es ist toll, dass auch Schweigen zwischendurch ein wundervoller Zeitvertreib sein kann, der sich gut anfühlt und bei dem wir einfach den Moment, die Wärme und Nähe genießen können. Aber viel Freude hat auch die Entdeckung des Spiels gemacht, das derzeit einen Hype auslöst: Quizduell! In den beiden Tagen haben wir mit vereintem Wissen rund 80 Spiele absolviert, die aus sechs Spielrunden mit jeweils drei Fragen aus verschiedenen Wissensgebieten bestehen. Gespielt wird gegen einen zufälligen Gegner von etwa 8 Millionen angemeldeten Spielern. Mit gewonnenen Spielen kann man sein globales Ranking im Spiel verbessern, und da wir beide in solchen Dingen ehrgeizig sind, haben wir uns zum Ziel gesetzt, unter die Millionengrenze zu gelangen - und haben es locker geschafft! :-) Auch dabei sind wir ein perfektes Team. Ich musste feststellen, dass meine Schulbildung aus DDR-Zeiten dazu geführt hat, dass mir doch so einige Kenntnisse im Bereich (westliche) Geographie und Geschichte fehlen, da hat mein Schatz deutliche Vorteile. Dafür kann ich in den Naturwissenschaften ganz gut mithalten, und so ergänzen wir uns prima. Bei Themen, wie TV-Serien, Unterhaltung oder Comics versagen wir allerdings beide kläglich. :-D (Wie ähnlich wir selbst dabei ticken, haben wir an den meist gleichen (falschen) Antworten gesehen, die wir jeweils auswählten, als wir gestern Abend per Fernduell noch ein wenig "geübt" haben!)

Es war wieder ein sehr entspanntes, erholsames, lustiges, kuscheliges Wochenende, und genau das Richtige, um der Polarkälte zu trotzen. Wie immer verging die Zeit viel zu schnell. Und schon ist die Sehnsucht wieder da. Am nächsten Mittwoch bin ich dann wieder "dran" mit dem Fliegen. Und diesmal wird es ein besonderes Datum sein, denn fast auf den Tag genau vor einem Jahr sind wir uns zum ersten Mal im realen Leben begegnet und haben die ersten wundervollen 26 Stunden zusammen verbracht. Jetzt, zwölf Monate später, sind die gemeinsamen Tage (und die Vorfreude darauf) noch immer genauso schön, nur noch intensiver und vertrauter. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass sich daran auch im nächsten Jahr nichts ändern wird.

19
Jan
2014

Jobsuche

CH_mini Ein kleines Luxusproblem ist es schon - ich hab einen ordentlichen, wenn auch im Vergleich zur Privatwirtschaft nur mäßig gut bezahlten Job, und trotzdem bin ich auf der Suche nach etwas Besserem! Doch das Attribut bezieht sich in diesem Fall nicht auf den Job selbst, sondern den Erfüllungsort. ;-) Wie hier bereits erzählt, wünschen wir uns etwas mehr Nähe und Spontanität. Das ist bei 1000 km Entfernung kaum möglich, und daher bin ich seit rund drei Monaten auf der Suche nach einem Job in der Schweiz.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass wir einen langen Atem brauchen werden, bis unser Wunsch in Erfüllung gehen wird. Dabei ist es nicht so, dass ich keine interessanten Angebote finden würde. Aber es zeichnen sich zwei Hindernisse ab: Zum Einen das Alter! Ich muss feststellen, dass ich mit 47 Jahren langsam Richtung Abstellgleis unterwegs bin. Es gibt immer wieder Anzeigen, die ausdrücklich in den Anforderungen darauf hinweisen, dass der Bewerber bitteschön nicht älter als 35 oder auch mal 40 sein möge. Erfahrung zählt heutzutage offenbar nur noch wenig, viel mehr wird auf die vermeintliche Frische, Gesundheit und Dynamik junger Arbeitnehmer spekuliert. Ob das klug ist, wage ich zu bezweifeln, ändern kann ich es leider nicht.

Zum Anderen - die Sprache. Sehr oft wird das Beherrschen mindestens einer weiteren Amtssprache erwartet. Hätte ich das schon während der Schulzeit gewusst, wäre meine Wahl damals auf Französisch gefallen. ;-) So muss ich nun leider damit leben, dass all diese Annoncen für mich nicht in Frage kommen.

Ob auch meine Herkunft aus D eine Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen, nur mutmaßen. Es gibt ja bekanntlich durchaus Vorbehalte, die auch von den Medien geschürt werden ... Jedenfalls habe ich von den bisherigen 12 Bewerbungen 8 Absagen bekommen, eine Firma hat sich gar nicht erst gemeldet, drei Antworten stehen noch aus. Eine magere Ausbeute, auch wenn ich weiß, dass 12 Bewerbungen nicht viel sind und es bei der Arbeitsmarktlage manchmal Hunderte von Bewerbungen braucht, bis es klappt. Das Gute ist immerhin, dass ich bei der Suche nicht unter Zeitdruck stehe, aber natürlich frustriert es irgendwann trotzdem ein wenig, wenn immer wieder der selbe Standardtext im Maileingang landet, dass man zwar gut sei, aber nicht gut genug.

Es werden nur Geduld und Ausdauer helfen. Meine Unterlagen sind auf dem aktuellen Stand, sodass mit ein paar individuellen Anpassungen beim jeweiligen Anschreiben die Dateien schnell verschickt sind. Und dann hoffen wir irgendwann einmal auf eine andere Antwort als: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen ...". Falls jemand zwischendurch mal einen Daumen zum Drücken übrig hat, bin ich für jede Unterstützung dankbar. :-)

Einstweilen pendeln wir also weiter alle zwei Wochen, sammeln Meilen und verbringen abwechselnd gemeinsame Tage hier oder da. Und dazwischen helfen Sk*pe und WA ein wenig dabei, die Sehnsucht erträglich zu halten. In einem Jahr sind dabei reichlich Nachrichten zusammen gekommen:

WA-Statistik Mein Sohn hätte wohl nur ein müdes Lächeln für diese Zahlen übrig, er schafft das in einem Bruchteil der Zeit, aber für unsere Generation ist das schon eine Leistung. :-) Ab Donnerstagabend hat WA dann ein paar Tage Pause. Kurz vor Beginn des Nachtflugverbots landet mein Schatz rund 1000 m Luftlinie von hier auf dem Flughafen, und dann machen wir uns endlich wieder ein happy weekend!

18
Jan
2014

XXL-Wahnsinn

D_mini Da mein Schatz am Termin der Büro-Team-Weihnachtsfeier "vom Winde verweht" war, hab ich mich dann zur Ablenkung trotz vorheriger Absage doch dazu gesellt. Da wir fast nur Männer sind, kommen traditionell meist Lokalitäten in Betracht, bei denen gut und deftig gegessen werden kann. Das sollte auch diesmal so sein. Neugierig waren wir alle auf dieses XXL-Restaurant, für das ich hier keine Werbung machen möchte. Aber hinterher waren wir uns (fast alle) einig: DAS muss man nicht noch einmal haben! Bezeichnenderweise waren übrigens fast ausschließlich Männer in dem ziemlich großen und nicht sonderlich gemütlichen Restaurant!

In der Tat hatte ich nach dem Mahl ein schlechtes Gewissen. Diese Fress-Orgie, anders kann man es nicht bezeichnen, war einfach nur dekadent. Die Speisekarte bietet auf ganzseitigen Fotos Riesenteller voller Fleisch an. Ja, es gibt auch kleine Portionen, aber XXL ist anders, und so wird vor allem mit Portionen jenseits der 1000g-Grenze geworben. Die Preise sind dabei sehr moderat, und wir haben uns letztlich zu viert für einen Teller mit 3kg Fleisch entschieden. Andere haben 400g Schnitzel oder einen Burger mit 1kg Fleisch für sich allein bestellt.

Nach allgemeinem "Ah!" und "Oh!" über die servierten Fleischberge auf der riesigen Platte haben wir uns mit Messer und Gabel bewaffnet und unsere Teller voll geladen. Hier mal ein Schnitzel gekostet, da mal ein Steak probiert.

Um es kurz zu machen: Von unserem Teller blieben rund 500g Fleisch übrig (die ich mit nach Hause genommen habe), zuzüglich fast aller Pommes Frites - für die Tonne ...

Sicher, ich hätte mich dagegen entscheiden und nur eine kleine Portion essen oder ganz streiken können. In sofern muss ich mir die Kritik auch selbst auf die Fahne schreiben. Doch was da geboten wird, hat nichts mehr mit Wohlstand zu tun, das ist eigentlich nur peinlich. Das wird einem erst so richtig bewusst, wenn man die riesigen Teller vor sich auf dem Tisch hat.

In sofern steht für mich fest: Da gehe ich nicht mehr hin!
Hier noch 3 "Impressionen":

Megaburger
Riesenteller
Pommesberg

Apropos: Ich hab seit Oktober rund vier Kilo abgenommen und nun wieder mein Wohlfühlgewicht erreicht. Und das ohne all zu strenge Regeln. Allein das Aufschreiben der Kalorien hatte einen wohltuenden Aha-Effekt, der dazu führte, dass der Kühlschrank am Abend öfter mal zu und der Kinder-Riegel im Regal blieb. Ich war erstaunt, wie viele Kalorien ich tagsüber mit ein paar Scheiben Brot zu mir nehme. Das habe ich dann umgehend eingeschränkt, Kohlehydrate insgesamt gemieden, dafür sogar mehr Fleisch gegessen, und das Abnehmen ging fast von allein. Hätte ich noch mehr Sport gemacht und Kalorien verbrannt, wäre es vermutlich noch schneller gegangen. Aber nun ist es ein schönes Gefühl, dass die Hose wieder locker auf der Taille sitzt. Da tut auch das Stück Schokolade nicht mehr weh. :-)

3
Jan
2014

Das neue Jahr fängt gut an

CH_mini Wie im Fluge sind die letzten sechs Tage vergangen, und aus der Vorfreude sind inzwischen schöne Erinnerungen geworden. Aber der Reihe nach ...

Mein Schatz kam am letzten Freitag des Jahres spätabends in Berlin an. Wir haben dann erst einmal ausgeschlafen und am nächsten Vormittag laaange den Flugzeugen vom Bett aus nachgeschaut ... Da der letzte Besuch in der Stadt Anfang Dezember bekanntlich "dank" Xaver ausfallen musste, wollten wir diesmal unbedingt zumindest nachträglich noch ein wenig übrig gebliebenes Weihnachtsfeeling genießen und haben am Mittag bei fast frühlingshaften Temperaturen einen Bummel über den Ku'damm gemacht. Natürlich mit obligatorischer Bratwurst und Glühwein, der auch nach den Feiertagen noch gut war!

Anschließend die Probe aufs Exempel - bekommt man im KaDeWe tatsächlich Spezialitäten von überall? Nun gut, den Wein aus der Region haben wir nicht gefunden, aber zumindest die Schweizer Käsespezialität Sbrinz, wenn auch wesentlich teurer als im Herkunftsland. Mitgenommen haben wir ihn trotzdem, und er war sehr lecker - den Nachmittag hat er nicht überlebt.

Am Abend haben wir mein Weihnachtsgeschenk für meinen Schatz eingelöst - Klassische Musik im Konzerthaus! Ich hatte gute Karten im Parkett Reihe 16 Mitte gekauft und mich auf einen tollen Abend gefreut. Doch zuerst kam der Frust! Auf unseren Plätzen saß schon jemand! Das konnte nur ein Versehen sein, dachte ich mir, vermutlich konnte da wieder jemand nicht lesen. Aber der Kartenvergleich zeigte, dass die Karten absolut identisch waren. Toll! Also wieder zurück durch die ganze Reihe, hin zum Einlass, wo sich bereits eine kleine Traube gebildet hatte, denn die Mittelplätze in allen Reihen waren doppelt verkauft worden! Hektisch versuchte man das Problem zu lösen, und letztlich waren wir froh, überhaupt einen Platz gefunden zu haben und zusammen sitzen zu können. Nach dieser Panne war das eigentliche Konzert dann trotzdem sehr schön und wir hatten einen tollen Kultur-Abend mit Gänsehaut-Momenten.

Am Sonntag haben wir zur Erholung einen "Lazy House Day" eingelegt und sind eigentlich nur aufgestanden, um am Mittag mit meinen Eltern essen zu gehen. Aber auch das war sehr angenehm und mein Vater hat sich gefreut, uns mal wieder zu sehen. Allerdings schwingt bei ihm immer die Sorge mit, dass ich eines Tages das Land verlassen könnte. Ihn würde es wohl noch mehr schmerzen als meinen Sohn, wenn es mal soweit ist. Auf der anderen Seite sehe ich, wie ihm viele Dinge immer schwerer fallen, und der Gedanke 'was wäre, wenn ...' schleicht sich immer öfter ins Bewusstsein. Ich hoffe, er hat trotz seiner Erkrankung noch ein paar schöne Jahre vor sich!

Da ich Montag arbeiten musste, hat mein Schatz in der Zwischenzeit eine kleine Shoppingtour unternommen (wirklich klein, die Zahl der Tüten - Pardon, "Säcke" für die Schweizer - war wirklich gering!), und am Abend ging es dann zum ersten Mal gemeinsam mit dem Flieger bei herrlicher Sicht und Hand in Hand in die Schweiz. Wieder wurde es sehr spät, und am Silvestermorgen blieb keine Zeit zum Ausschlafen. Wir hatten noch Termine und einen recht weiten Weg bis in die Berge vor uns, wo das Highlight der Woche geplant war: die gemeinsame Feier mit den Kindern und dem Ehemann meines Schatzes, seiner neuen Freundin samt Tochter und als i-Punkt auch noch deren Ex! Klingt total schräg, war aber letztlich ganz entspannt, und die sehr ungewöhnliche Konstellation war kaum zu spüren. Wir haben uns nett unterhalten und es waren zumindest offenkundig keine Ressentiments zwischen den alten und neuen Partnern erkennbar. Auch die Kinder hatten wohl kein Problem mit der außergewöhnlichen Gemeinschaft. Vielleicht war es für sie sogar ein Zeichen und ein gutes Gefühl, dass es beiden Eltern nun wieder gut geht, und dazu auch das Miteinander noch durchaus freundschaftlich ist.
Nach gemeinsamem Essen, einer Runde Activity, einem Spaziergang durch das Dorf und Champagner um Mitternacht waren plötzlich alle ganz schnell verschwunden, sodass mein Schatz und ich gegen 1 Uhr noch ein paar Gläser wegräumten und dann etwas verwundert über das abrupte Ende der Feier auch schlafen gingen.

Berge-in-den-AlpenAm Morgen erwartete uns dann ein beeindruckender Blick aus dem Fenster unseres Zimmers.

Gegen Mittag ging es für uns zurück zur Wohnung (während der Rest schon wieder auf dem Weg zur Piste war), diesmal mit den Kindern. Es blieb noch gut ein Tag zum Chillen, bis ich nach Hause musste. Es ist so schön, dass wir nun ganz offen mit unseren Gefühlen umgehen können und Küsse nicht mehr heimlich ausgetauscht zu werden brauchen. Die einzig neue Erfahrung war, ganz leise sein zu müssen ... :-)

Gestern Abend bin ich wieder zu Hause angekommen. Es war ein eigenartiges Gefühl, wieder allein zu sein. Trotz oder gerade wegen dieser sehr intensiven, wundervollen gemeinsamen Woche fiel der Abschied besonders schwer. Aber der nächste Countdown läuft bereits und dauert keine Woche mehr! Es wird dann zwar "nur" ein Blitzbesuch, aber jede Stunde ist besser als keine. :-)

Wir haben uns um Mitternacht ein tolles neues Jahr gewünscht, und das werden wir nun auch genießen. Der Beginn war schon einmal sehr vielversprechend.
Auch für Euch ein fantastisches und glückliches Jahr 2014!
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