17
Mrz
2015

Enttäuscht

CH_mini Es ist zum Verzweifeln. Bewerbung Nummer 49 - diesmal sah es soo gut aus. Ich hatte im Vorfeld mit dem dortigen Teamleiter telefoniert, er klang interessiert und empfahl mir, mich zu bewerben, weil ich eine Menge Erfahrung im gewünschten Themenbereich mitbrächte. Dazu der persönliche Kontakt zwischen meinem Headhunter und der zuständigen HR-Beraterin, bei der er ein gutes Wort für mich einlegte. Auch er schien optimistisch, dass es diesmal besser laufen würde. Geholfen hat das alles nichts, am Ende kam zum 49. Mal die selbe, nichtssagende Absage per Mail.

Und so bin ich, sind wir im Moment ziemlich traurig, ratlos und enttäuscht. Wenn selbst Beziehungen nicht helfen, um zumindest mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, wie soll das dann jemals klappen? Was kann ich noch verändern, wie mich anders darstellen? Woran liegt es überhaupt? Dafür werde ich jetzt noch einmal ein Gespräch mit meinem "Vermittler" vereinbaren.

Es hilft nichts, als weiter zu warten, versuchen, hoffen. Aber die regelmäßigen Abschiede am Sonntag um 17 Uhr fallen immer schwerer, ich würde auch gern mehr für meinen Schatz da sein, gerade zurzeit, wo sie so viel zu tun hat. Und natürlich ist die Reiserei auch nicht ganz billig. Aber es ist keine Lösung in Sicht.

Es geht mir gar nicht darum, rund um die Uhr zusammen zu sein. Aber einfach mal (spontan) verfügbar zu sein, anstatt immer nur Monate im Voraus zu planen, dazu Land und Leute - darauf freue ich mich schon so lange. Doch wir haben momentan "nur" die Vorfreude aufs nächste Wochenende, über 50 000 geflogene Kilometer seit dem letzten Jahr und die Erinnerung an die schönen Erlebnisse. Zuletzt am Freitag auf der Giardina in Zürich. Es war ein wunderschöner Tag und wir haben viel Neues erfahren und gesehen. Zum Schluss habe ich dann noch einen Imbisswagen gekauft - dachte ich zumindest, als ich für zwei Bratwürste 13 Franken bezahlt habe. :-D

9
Feb
2015

Zwei glückliche Jahre

Nun wird es wirklich Zeit für ein neues Post, und der Anlass könnte nicht schöner sein: Am Freitag beginnt unser drittes gemeinsames Jahr! Ja, es ist kaum zu glauben - wir sind wirklich schon zwei Jahre zusammen! Diesen Tag werden wir zelebrieren und dahin zurückkehren, wo es begann, völlig verrückt, mutig, neugierig, sehnsüchtig. Dorthin, wo wir die ersten 25 Stunden zusammen verbracht haben, die diesen Rausch ausgelöst haben, der nun schon 24 Monate anhält.

Der Zauberspiegel auf ihrem Blog steht für mich als Sinnbild für all das, was dann folgte (es gibt diesen Spiegel bei ihr übrigens wirklich, und ich lächle immer, wenn ich ihn sehe). Es war das erste Post, das ich von ihr las. Dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, war fasziniert, verzaubert, und wollte gern noch mehr wissen über diese Frau. Und so schrieb ich ihr ein Mail ...

Aus einem Mail wurden viele, und einen Monat später waren wir verrückt genug, Flug und Hotel zu buchen, um uns in etwas zu stürzen, von dem wir beide nicht ahnten, wo es uns hinführen würde. Zunächst einmal wurde es ein wunderschöner Tag, angefangen in dem Moment, als sie am roten Leuchtstreifen des Flughafen-Ausgangs auf mich wartete und mir vor Aufregung das Herz bis zum Hals schlug, bis zur liebevollen Verabschiedung am Nachmittag des nächsten Tages.

Was dann folgte, lässt sich hier auf meinem Blog in Ruhe nachlesen, daher an dieser Stelle nur kurz: Wir sahen uns wieder, zunächst noch heimlich, was in einem kleinen Dorf gar nicht so einfach ist. Aber alles ging gut, und wir verlebten sehr schöne gemeinsame Stunden. Es fühlte sich an wie eine gewaltige Welle, die uns mitriss. Das blieb nicht ohne Folgen. Mein Schatz, gerade auf dem Weg, sich zu lösen und neu zu finden, begann zu zweifeln, ob sie sich bereits wieder binden möchte. Ich erinnere mich noch, wie verzweifelt ich war, als ich ihr Mail las ...

Doch unsere Gefühle füreinander waren stark und fegten alle Zweifel beiseite. Nach ein paar Wochen trafen wir uns wieder, und seitdem fühlt es sich an, als würde unsere Beziehung mit jedem Wiedersehen noch schöner und intensiver. Irgendwann weihten wir nach und nach Kinder, Familie und Freunde ein, und von allen Seiten bekamen wir stets sehr angenehme, positive Reaktionen.

Vorerst sahen wir uns alle zwei Wochen, später wurde daraus ein wöchentliches Pendeln und der Wunsch, meinen Lebensmittelpunkt ganz in die Schweiz zu verlegen. Und so begannen wir im Herbst 2013, eine Arbeit für mich zu finden. Leider bis heute erfolglos. Darum fliege ich weiterhin jeden Sonntagabend in meine "Dienstwohnung" nach Berlin. Meine Verabredungen mit Eltern, Kind und Freunden verteile ich unter der Woche, und jeweils donnerstags oder freitags kehre ich zurück in die neue Heimat. Wir verbringen dort die Wochenenden gemeinsam und genießen die Zeit mit uns und den Kindern. Und dann gibt es ja noch unser Projekt ...

Hin und wieder gönnen wir uns auch mal ein Wochenende in Berlin, so wie auch jetzt gerade wieder. Eigentlich gibt es so viel zu entdecken, doch wir waren beide gesundheitlich angeschlagen und daher diesmal eher faul. Aber ich freue mich auf den April, dann kommt mein Schatz für eine Woche mit den Kindern zu mir in die Stadt!

Am kommenden Donnerstag mache ich mich erst einmal wieder auf den Weg zu ihr, und dann werden wir feiern, dass es das Schicksal so gut mit uns meint und uns zusammen gebracht hat, und dass unsere Liebe in den beiden Jahren nichts von Ihrer Intensität und Leidenschaft eingebüßt hat. Der Weg war lang, und ich bin, wie Einige unter Euch mitgelesen und -gelitten haben, durch einige Täler gewandert. Aber in der Nachbetrachtung waren fast alle Schritte nötig und wichtig, um da zu sein, wo ich jetzt bin! Und ich bin glücklich, sagen zu können:

Ich liebe Dich, mein Schatz, von ganzem Herzen!

5
Jan
2015

Malé oder lieber New York?

Fünf Tage ist das neue Jahr erst alt, und doch gab es schon so viel Grund zur Freude. Das fing schon in der ersten Minute an: Zu zweit auf dem Sofa am Kamin mit Rotwein und toller Musik das neue Jahr zu begrüßen - was könnte schöner sein?
Überhaupt war jeder der rund 12 gemeinsamen Tage wundervoll harmonisch und voller Wärme. Wir hatten Freude mit den Kindern, der Familie und interessantem Besuch mit spannenden Gesprächen. Und auch, wenn wir mal den halben Tag lang faul waren, wurde es doch nie langweilig, bemühend oder peinlich. Wir konnten einfach genießen und glücklich sein.

Doch jeder Urlaub ist mal zu Ende, und so blieb es auch mir nicht erspart, die Rückreise anzutreten, wie immer mit meiner gewohnten Verbindung am Sonntagabend. Die folgende Nacht war kurz, und pünktlich um halb sechs war ich heute im Büro. Der erste Arbeitstag plätscherte bisher so dahin, draußen ist es heute schon wieder grau und nass. Zufällig sah ich dann ein neues Mail in meinem privaten Account auf dem Handy: Post von einer Flu*ggesell*schaft, deren Spiel im Internet vor den Festtagen ich, wie schon im letzten Jahr, mitspielte. Im Betreff stand etwas von: "Ihr Gewinn" und ich vermutete, wieder einen Werbe-Artikel ergattert zu haben. Im letzten Jahr war es ein Miniatur-Flugzeug. Also öffnete ich das Mail und überflog die Zeilen. Plötzlich stockte ich und fing noch mal von vorn an zu lesen. Ich konnte nicht glauben, was ich da las: "...freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie den Haupt ...". Wie bitte? Sollte ich wirklich? "Flu.gti..cket ... zwei .. Per..son.en .... Z.iel ...Ihrer .. Wahl ..." Ich hab das Mail fünf Mal gelesen und untersucht, ob es sich nicht vielleicht doch um Spam handeln könnte. Aber nein, es scheint echt zu sein. Ich bin tatsächlich ein Glückspilz! Realisieren werde ich es erst, wenn das Papier zu Hause im Briefkasten liegt. Aber ich fliege schon mal mit dem Finger über den Globus und überlege, wo ich gern landen möchte. :-))

Hoffentlich ist das Glückspotenzial für dieses Jahr mit dieser Nachricht nicht schon erschöpft, sondern lediglich ein Fingerzeig dafür, dass es ein tolles Jahr werden wird. Der Start ist jedenfalls unglaublich!

UPDATE: Der Voucher ist da, es ist wahr! Leider ist Malé nicht dabei, weil Codeshare-Flüge ausgeschlossen sind, aber zwischen San Francisco und Tokio wird sich schon ein Ziel finden lassen. :-)

22
Dez
2014

Oh, Mamma mia ...

... wie die Zeit vergeht - schon Endspurt für dieses Jahr! Noch zwei Mal arbeiten, dann kann ich mich für den Rest des Jahres ausruhen. Aber schon die letzten Tage waren sehr, sehr erholsam. Ich hatte zwei Tage Urlaub, denn mein Schatz war endlich mal wieder in Berlin. Wir haben vor allem lange geschlafen und so ... Ein paar Weihnachtsmärkte und Shopping-Center haben wir gesehen, das Wetter war leider sehr bescheiden. Der große Höhepunkt war die Weihnachtsüberraschung für meinen Schatz: das Musical Mamma Mia! Wir lieben beide die Musik von Ab*ba, und so wurde es wirklich ein toller Abend mit viel guter Laune und schönen Stimmen. Weil wir gar nicht genug von der Musik bekamen, haben wir die Songs daheim gleich noch mal angehört - sehr zum Leidwesen der Nachbarn, die irgendwann in der Nacht an die Wand klopften ...

Am Samstag waren wir schließlich noch mit meinen Eltern verabredet, vor allem meinem Vater zuliebe. Zu meiner Stiefmutter, die im 13. Lebensjahr in mein Leben trat und kurze Zeit später bei uns einzog, hatte ich nie ein gutes Verhältnis. Ich fühlte mich seitdem zu Hause nur noch als Gast, kam lediglich zum Essen kurz aus meinem Zimmer und zog mich ansonsten zurück. Ich war einsam, und mein Vater wollte oder konnte das nicht ändern. Ich fürchte, dass diese Zeit einige seelische Narben hinterlassen hat.

Unser Verhältnis entspannte sich ein wenig, nachdem ich ausgezogen war, herzlich wurde es aber nie. Dazu kommt, dass ich auch heute nicht weiß, in welcher Verfassung ich sie antreffe, wenn ich meinen Vater besuche. Ihre schlechte Laune, die sie aus Gründen, die ich nicht kenne, sehr oft hat, sieht man ihr auf den ersten Blick an, und sie bemüht sich auch gar nicht erst, sie zu verstecken. Während ich mit meinem Vater spreche, sitzt sie oft daneben, die Mundwinkel hängen nach unten und sie sagt kein Wort. Ich frage mich dann immer, wie mein Vater in den über 25 Jahren bloß damit klar gekommen ist?!

Es ist SEINE Beziehung, und im Grunde geht mich das nichts an. Aber inzwischen mache ich mir doch etwas Sorgen. Wie ich vor einiger Zeit schon schrieb, hing der Haussegen extrem schief, nachdem die Beiden im September mit in der Schweiz waren und wir u. a. die Mutter von meinem Schatz besuchten. Während wir dort im Garten saßen, brach meine Stiefmutter plötzlich in Tränen aus. Erst hinterher erfuhr ich von meinem Papa den Grund dafür: Sie vermutet, dass wir meinen Vater verkuppeln wollen und er dann mit mir gemeinsam in die Schweiz zieht! Was für ein Unsinn ... Abgesehen davon, dass dies schon aus finanziellen Gründen kaum möglich wäre, kam mir nie in den Sinn, eine solche Möglichkeit überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Nachdem zwischenzeitlich ein paar Wochen vergangen sind, hatte ich dieses Drama ein wenig verdrängt. Aber bei der Absprache für den vergangenen Samstag letzte Woche erzählte er mir, dass das Thema "Auswandern" präsenter sei als je zuvor. Trotz aller Beteuerungen, sowohl sachlich als auch emotional, ist sie total verbohrt und lässt sich dieses Szenario einfach nicht ausreden. Meinen Vater belastet das offenbar inzwischen so sehr, dass er auch körperlich leidet. Am Samstag haben sie uns zu Hause abgeholt. Schon bei der Begrüßung raunte mir mein Papa ins Ohr, dass es wieder Zoff gegeben habe. Aber zumindest in den rund drei Stunden, die wir zusammen waren, hat sie sich zusammen gerissen und sogar öfter mal gelächelt ...

Ich werde auch weiterhin sehr genau beobachten, wie sie sich verhält. Aber was tun, wenn es eskalieren sollte? Tue ich meinem Vater einen Gefallen, wenn ich etwas sage? Macht es alles noch schlimmer oder würde es ihm helfen? Es ist schon schräg, dass die Beiden auf der einen Seite ihre Silberhochzeit im nächsten Jahr planen, und auf der anderen Seite über eine völlig absurde Idee streiten. Muss man sich das mit fast 75 Jahren noch antun? Statt das Leben noch zu genießen, macht man es sich unnötig schwer ...

Gestern ist mein Schatz zurück geflogen. Ich muss hier noch zwei Tage ausharren und fliege morgen nach der Arbeit hinterher. Nachdem ich die Feiertage im letzten Jahr noch allein verbracht habe, sind wir dieses Mal zusammen und können auch das neue Jahr gemeinsam begrüßen. Ich freue mich sehr auf fast zwei gemeinsame Wochen, teils mit Kindern, teils auch zu zweit. Wir werden ein wenig werkeln, aber auch viel Zeit zum Genießen haben.

Da ich meinen Sohn in der Zeit nun nicht sehen werde, haben wir uns gestern Abend noch zum Essen getroffen. Leider hat sich gerade seine Freundin von ihm getrennt, aber er versteht es offenbar genauso gut wie ich, nach außen einen ganz normalen Eindruck zu vermitteln. Ich denke aber schon, dass er innerlich ziemlich aufgewühlt ist, schließlich waren sie fast ein Jahr zusammen. Vielleicht konnte ich ihn ein wenig trösten, zumindest haben wir gut gegessen und konnten uns mal wieder über alles Aktuelle austauschen.

Und nun wünsche ich ein paar ruhige, erholsame, also stressfreie Feiertage und alles Gute im neuen Jahr! Mir selbst wünsche ich mehr Erfolg bei der Jobsuche, es wäre toll, wenn sich endlich etwas ergeben würde. Bisher tut sich leider gar nichts, außer einer Absage nach der anderen. Daran konnte auch der Headhunter noch nichts ändern.

Bis bald!

13
Nov
2014

Einmal durchatmen

Wenn man jede Woche im Flieger sitzt, erlebt man hin und wieder die eine oder andere skurrile Situation, wie den Ausfall des Hilfstriebwerks am Boden, wodurch die Klimaanlage ausfiel, die Crew schon vor dem Start literweise Wasser verteilen musste und die Vorräte daher am Ende knapp wurden. Oder die verbeulte Laderaumtür, weil ein Fahrzeug dagegen fuhr und damit eine riesige Verspätung von mehr als einer Stunde auslöste. Zuletzt musste ein Start im letzten Moment abgebrochen werden, weil eine Frau sich weigerte, ihr Kind anzuschnallen. Erst, als der Kapitän das Flugzeug auf dem Rollweg parkte und persönlich ein Machtwort sprach, ließ sie sich dann doch überreden, ihr Kind zu sichern.

All das kann man erleben, wenn man fliegt. Man registriert es, ärgert sich vielleicht, und das war es dann. Aber ein klein wenig mulmig wurde mir am Sonntag. Landeanflug auf Tegel. Zunächst alles normal. Dann plötzlich, schon über Berlin, eine enge 360°-Kurve über der Stadt, Weiterflug zur Landebahn, dann ein Aufheulen der Triebwerke, voller Schub - und wir stiegen wieder, die Landebahn schon in Sichtweite. Die Maître de Cabine meldete sich sofort und teilte mit, dass dies ein ganz gewöhnliches Manöver sei und der Kapitän weitere Infos geben würde, sobald er Zeit habe. Aha! In der Zwischenzeit drehten wir schon eine Linkskurve tief über dem Norden der Stadt.

Zwei Minuten später dann lediglich ein kurzer Hinweis aus dem Flightdeck, dass wir ja sicherlich bemerkt hätten, dass der Anflug abgebrochen werden musste und wir nun einen neuen Anflug starten würden, wodurch sich die Ankunftszeit um etwa 10 Minuten verzögere ... Es ist in so einem Moment wohl besser, nicht über mögliche Ursachen zu spekulieren: War es der erste Anflug des vielleicht noch jungen Piloten? Gab oder gibt es ein technisches Problem? War vielleicht die Landebahn blockiert und es drohte eine Kollision?

Der zweite Versuch gelang dann aber ohne Zwischenfall und in gewohnter Art und Weise. Einigen Passagieren war eine gewisse Erleichterung anzusehen. Eine Erklärung der Crew gab es nicht, aber aus der Flugstatistik im Internet (unglaublich, was man heutzutage im Netz alles findet!) könnte man erahnen, dass die Maschine vermutlich einfach zu hoch war für die Landung.

Wie dem auch sei, es war eine "interessante" Erfahrung. ;-)

6
Nov
2014

Dilemma

Während ich weiterhin allwöchentlich pendle, hat sich der Vermittler wieder bei mir gemeldet und ein paar Stellenangebote zur Ansicht geschickt. Es gibt interessante Angebote darunter und ich hab ihn gebeten, bei einigen davon mal anzufragen.

Doch es gibt eine zusätzliche Schwierigkeit: Hier in meiner "Anstalt" gibt es sehr großzügige Kündigungsfristen, nämlich sechs Monate zum Quartalsende. Kündige ich also bis Silvester, könnte ich zum 30. Juni gehen, danach wäre es gar erst der 30. September! Der Headhunter meint zu Recht, dass dies ein großes Problem darstellen dürfte, denn kein potentieller Arbeitgeber wartet ein dreiviertel Jahr, um eine offene Stelle zu besetzen. Dafür gibt es zu viele ähnliche Bewerber.

Ich hatte jedoch darauf gehofft, dass man mich mit einem Aufhebungsvertrag eher ziehen lässt. Diese Hoffnung hat sich jetzt leider fast komplett zerschlagen, nachdem ich mit meiner Chefin sprach. Es liegt nicht an ihr, aber der Leiter der Abteilung hat gerade heute zu verstehen gegeben, dass man an akutem Personalmangel leide und die laufenden Projekte in Gefahr seien. Trotz Einstellungsstopp sei man sogar bereit, neue Leute an Bord zu holen.

Vor diesem Hintergrund hätte mein Antrag auf Aufhebung derzeit kaum eine Chance. Doch was ist die Alternative? Kündigen auf Verdacht, um zumindest Ende Juni gehen zu können? Sehr riskant, schließlich suche ich bereits seit einem Jahr erfolglos. Wer sagt mir, dass es in den nächsten sechs Monaten klappen wird? Ohne Job kann ich aber nicht überleben. Dieses Risiko kann ich darum im Grunde nicht eingehen, doch wenn ich hier gebunden bin, werde ich vermutlich erst recht keinen neuen Job finden.

Eine ganz unschöne Situation habe ich da ...

9
Okt
2014

Gemütlicher Zahnarztbesuch

Dem Himmel sei Dank, dass er mir eine so tolle Zahnärztin geschenkt hat. Ich hab sowieso schon großes Glück mit der Anfälligkeit meiner Zähne, aber nun hatte sich unter der einzigen, sehr alten Amalgam-Füllung Karies gebildet. Das war dann gestern der Anlass für meinen Besuch. Ich hab es mir auf dem Massagestuhl gemütlich gemacht und bin nach knapp 30 Minuten ganz relaxt wieder aufgestanden. Dank einer Vorbetäubung habe ich nicht einmal den Einstich für die Betäubungsspritze gespürt, und der Rest war aber sowas von entspannt! Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen - man sieht es nämlich gar nicht! Die Arbeit war phantastisch. Eigentlich könnte ich jeden Tag zum Zahnarzt gehen! :-D

Zuvor lag ein laanges Wochenende hinter mir. Der Feiertag machte es möglich, dass ich am vergangenen Donnerstag in ein XXL-Wochenende bei meinem Schatz starten konnte, das sogar noch bis Montagabend andauerte. Am Freitagvormittag wartete ein besonderer Termin: Ich war mit einem Headhunter verabredet! Der Kontakt hatte sich ganz zufällig ergeben, und nun konnte ich mich persönlich vorstellen und mir mal anhören, ob und ggf. was man für mich tun kann. Nach nun schon einjähriger erfolgloser Suche hatte ich keine Illusionen, dass sich direkt etwas ergeben könnte, hoffte aber auf ein paar gute Tipps für die Jobsuche. Und die bekam ich auch. Es war ein sehr angenehmes, fast 90minütiges Gespräch, das mit der Aussage endete, dass man sich gern umsehen werde und ggf. als "Türöffner" fungiere, sofern sich eine Stelle findet, die meinem Profil entspricht. Mehr konnte ich nicht erwarten und bin sehr froh, dass es so gut gelaufen ist. Nun warte ich mal ab ...

Die Reise mit meinem Papa vor vier Wochen war wirklich schön. Es hat alles gut geklappt, er hat den Flug bestens verkraftet und wir haben trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen eine ganze Menge gesehen. Highlight war die Überraschung mit einem von meiner Liebsten gebuchten Hotelzimmer mit Blick auf den Eiger! Genial. Leider ist mein Papa mit dem Ergebnis für den eigentlichen Grund des Fluges, dem Besuch beim Arzt, nicht ganz zufrieden. Offenbar wurde zwar die Ursache seines Leidens gefunden, und zeitweilig verspürt er auch etwas Linderung, aber die Schmerzen im Rücken kommen immer wieder und setzen ihm zu. Da er ohnehin ein ungeduldiger Mensch ist und hoffte, dass lediglich eine Spritze (wie bei mir damals) genügen könnte, um alle Schmerzen zu beseitigen, ist er nun ziemlich ernüchtert. Dazu kommt noch völlig unbegründeter Stress mit meiner Stiefmutter, weil sie befürchtet, mein Vater könnte mit mir in die Schweiz umziehen. Oh man! Ich könnte mir ja alles Mögliche vorstellen, aber DAS ganz sicher nicht, zumal er vor einiger Zeit nicht einmal gewillt war, in die Nachbarwohnung zu ziehen, um nach vierzig Jahren in diesem Wohnhaus endlich einen Balkon zu haben.

Dass ich hier so wenig schreibe, liegt zum großen Teil daran, dass ich so viel unterwegs bin. Momentan verbringe ich jedes Wochenende bei meinem Schatz, und es fühlt sich soo toll an. Die lange Reise stört mich dabei kaum, da inzwischen vieles Routine ist und die jeweils fünf Stunden Weg mit Lesen, Musik hören und Träumen im wahrsten Sinne wie im Fluge vergehen. Lediglich die momentan häufigen Verspätungen am Flughafen nerven ein wenig, aber das Warten lohnt in jedem Fall! Morgen Mittag ist es dann auch wieder soweit - ich starte in die Schweiz.

Schönes Wochenende!

1
Sep
2014

Das Beste am Fliegen ...

... ist jetzt das Warten! Seit einer Woche habe ich offiziell meinen neuen Meilen-Status und damit für die nächsten 2,5 (!) Jahre freien Zutritt zur Business-Lounge im Flughafen. Die habe ich gestern erstmalig ausprobiert und bin begeistert! Obst, Brötchen, Pasta, Knabbereien, Wein, Sekt, sogar Hochprozentiges - und alles gratis und dazu bequem in gemütlichen Sesseln zu genießen. Da darf der Flieger gern mal Verspätung haben! Man muss sogar vor lauter Vergnügen aufpassen, dass man ihn nicht verpasst. :-D
Genug Geld habe ich allerdings auch inzwischen fürs Fliegen ausgegeben, da hab ich mir diese kleine zusätzliche Freude am Sonntagabend nach jedem wundervollen Wochenende mit meinem Schatz durchaus verdient.
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