23
Apr
2009

Mein tägliches Hobby ...

... besteht bekanntlich derzeit im Anrufen der Hotline von Arc**, erst recht, nachdem der versprochene Rückruf (erwartungsgemäß) gestern ausblieb. Wieder konnte sich die Dame am Telefon nicht erklären, warum man den fraglichen Auftrag bei Beantwortung des Faxes offenbar nicht gefunden hat. Sie sicherte zu, dass diese Anfrage ohne Bedeutung sei und entsorgt werden könne. Soll mich das jetzt beruhigen?
Immerhin: Sie konnte mir den voraussichtlichen Termin für den neuen Anschluss nennen, und der ist schon in zwölf Tagen! Das ist vergleichsweise richtig rasant. ;-)
Mal vorausgesetzt, dass dies nun wirklich stimmt, freue ich mich schon auf das nächste zu befürchtende Desaster: die Rückforderung des monatlichen Betrages für die vier Wochen, in denen gar kein Anschluss vorhanden war. Oder soll ich an ein Wunder glauben und darauf hoffen, dass es gar nicht zu einer Abbuchung kommt?

Wie viel Handwerk braucht der Mann?

Ich gebe zu, mit handwerklichem Geschick nicht gerade gesegnet zu sein. Immerhin kann ich Schränke zusammenbauen, Löcher in die Wand bohren, Steckdosen und Lampen montieren, Wände streichen, Wasserhähne austauschen, Autoräder wechseln. Aber ich kann keine Wänder mauern, Türen und Fenster einsetzen, Regale selbst tischlern oder Autos reparieren. Muss ich mich jetzt schämen?

Herr B. im Sakko

Es wird ein langer Tag und er ist gefüllt mit Besprechungen. Die letzte heute "Abend" um 16 Uhr, wo die meisten in diesem Hause schon gen Heimat entschwunden sind. Normalerweise ist es in meiner Gehaltsebene nicht üblich, im Anzug zu erscheinen. Doch da dieser letzte Termin mit dem P.res.se-Spre.cher unseres Hauses stattfindet, sah ich mich dann doch genötigt, zumindest ein Sakko aus dem Schrank zu holen, damit ich neben den Herren im feinen, maßgeschneiderten Zwirn nicht wie der Hausmeister aussehe.
Ja, Herr B. kann auch vornehm!

22
Apr
2009

Ich muss das jetzt wissen!

Nachdem ich gestern überlegt habe, welche Sendungen mein Sohn derzeit eigentlich am liebsten sieht, fiel mir eine ein, bei der sich mir schon beim ersten Ton die Nackenhaare aufstellen: Spon*ebo.b Schw*mmko.pf. Mal ehrlich - fehlt mir die passende Gehirnwindung für diesen Schwachfug oder ist das wirklich nur Müll? Soll das lehrreich sein oder lustig oder beides? Oder einfach nur dazu dienen, Eltern zu ärgern? Ich kann mit diesem Unterwasserwesen absolut nichts anfangen. Geht Euch das auch so?

Ar.co_r - Nicht mehr zum Lachen

Eigentlich sollte es heute kein Update zu dieser unsäglich ärgerlichen Geschichte geben. Aber nun ... Am Freitag hatte ich das Fax geschickt. Info bis heute Morgen: Fehlanzeige. Also habe ich mal wieder die Kundenbetreuung angerufen (so langsam muss ich bald alle Agents kennen *gg*). Die Info, die ich bekam, klang beruhigend. Die Unstimmigkeiten seien geklärt und man warte jetzt auf die Terminbestätigung für die Schaltung der Leitung von der guten alten Teuerkom.
Bis dahin war ich zufrieden. Kurz darauf schaute E. in ihre Mails. Das hätte sie besser lassen sollen. Da fand sich eine Mail von Ar., in der man sich für das Fax bedankte und feststellte, es läge gar kein Auftrag für einen Anschluss vor. Kann man das fassen???? Haben die keine PCs? Ist denen auch eine Datenbank abgestürzt oder gleich das Denken verboten worden? Der angeblich fehlende Auftrag existiert schon seit Anfang März, was sich jederzeit sogar für den Kunden online ablesen lässt. Nur die Mitarbeiter vor Ort können das offenbar nicht - oder wollen nicht.
Also rief diesmal E. die Kundenbetreuung an. Tja, was soll ich sagen - die Dame am Telefon wusste gar nichts von dieser Mail und konnte sie auch im System nicht finden. Offenbar gibt es da kein Netzwerk und Informationen werden mit Brieftauben ausgetauscht. Das kann natürlich dauern. Macht ja nichts, ist ja nur ein Telekommunikations-Anbieter. :-( E. war (verständlicherweise) sauer und hat sich einen umgehenden Rückfruf des Vorgesetzten erbeten, um die Sache zu klären.
Darauf wartet sie jetzt. Fortsetzung folgt ...

Sonne und kein Ende

Schlecht für die Natur, gut für mich - auch für das kommende Wochenende hat der Wetterfrosch fantastische Aussichten mit bis zu 22°C gemeldet. Da wird wohl die Liege auf meinem Balkon im Dauereinsatz sein. Ob ich noch Sonnencreme einkaufen muss? Fehlt nur noch jemand, der kühle Mix-Getränke reicht *g*

T war offline

Was für eine Panne *g* Das Herzstück eines Mobilfunknetzes ist ausgefallen, das so genannte HLR, die Datenbank, in dem alle Daten der Mobilfunker abgelegt sind. Simple Begründung: zuerst gar keine, da versuchte man noch, das Ganze erst tot zu schweigen und dann klein zu reden. Schließlich sei es ein Softwarefehler gewesen. Aha, so einfach ist das also. Vielleicht wollte man zu viele Telefonverbindungsdaten gleichzeitig ausspionieren? :-/
Wohl dem, der noch einen funktionierenden Festnetzanschluss hat ;-)

21
Apr
2009

Unruhig

Wie hier rechts zu sehen ist, zählen die Tage langsam herunter, bis eine Einladung zu den mündlichen Auswahltests eintreffen sollte - oder eben auch nicht. Und so gehe ich jeden Tag mit einem leicht flauen Gefühl, ob denn vielleicht Post für mich da ist, zu meinem Postfach ... Trudelt keine Einladung ein, heißt es, wieder ein Jahr zu warten und es erneut zu versuchen. Wenn da nicht auch mehr Geld dran hängen würde, wäre es nur halb so schlimm, auch wenn mir diese Arbeit sicherlich mehr Spaß machen würde als das, was ich im Moment hier tue.
Ich habe gestern schon ein paar Kollegen losgeschickt, um sich mal in gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen umzuhören, aber auch von dort bisher noch keine Antwort erhalten. Also weiter warten.

Durststrecke

Das halte ich nicht durch ... Gerade wurde ich gefragt, wann ich wieder Urlaub habe. Abgesehen davon, dass ich in diesem Jahr noch keinen "richtigen" Urlaub hatte, sind die nächsten freien Tage auch erst für Mitte August eingetragen, wo ich dann mit Sohn und dessen Kumpel wieder in die JH fahren will. Aber bis dahin durchhalten? Nee, das geht nicht! Da brauch ich unbedingt zwischendurch noch eine kleine Pause, wenigstens auf Balkonien oder in E.s Garten, wenn das Geld schon nicht zum Wegfahren reicht.

Mal wieder zu Hause

Nach vier Tagen auf dem Dorf werde ich heute mal wieder zu Hause sein: zum Blumen gießen, Klamotten wechseln, und vor allem zum intensiven Lernen. Wenn man in Gesellschaft ist und die Möglichkeit hat, sich auf der Terrasse zu rekeln, dann fällt es schwer, sich auf das Studium zu stürzen. Außerdem hat E. da draußen nach wie vor kein Telefon und DSL, sodass ich an meine Materialien nicht heran komme.
Also werde ich die nächsten Tage nutzen (müssen), um wieder zu büffeln. Adieu Hühner, hallo Hochhaus-Wohnung - ich komme heim!

20
Apr
2009

Radio an - Gehirn aus

Es geht (leider) wieder los - es wird ohne Sinn und Verstand gerast im Berliner Umland, sodass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Kaum ist es wärmer, steigt die Zahl der Unfälle an - allein an diesem Wochenende vier Tote rund um die Stadt. Und warum hört man bestimmte Automarken besonders häufig in solchen Berichten? Muss man sein Gehirn abgeben, wenn man z. B. ein Auto der Marke mit den drei Buchstaben fahren will?

Letzte Rettung: Kaffee

Heute früh um fünf Uhr, noch bevor der Wecker klingelte, hätte ich Bäume ausreißen können, als ich wach wurde und in den Sternenhimmel über mir schaute (nein, ich schlief nicht BEI den Hühnern, Frau Feuerpferd - ich schlief unter dem Dach und schaute durch das Fenster genau in den Himmel). Dafür hänge ich jetzt, trotz des traumhaften Wetters, total in den Seilen.
Also starte ich den Versuch, die müden Knochen mit Geruch und Geschmack auf Trab zu bringen: frisches Päckchen Kaffee geöffnet (toller Duft) und einen richtig schönen, starken Kaffee gekocht - lecker! Nun muss er bloß noch "wirken" ...

Zahmes Federvieh

Es war ein entspanntes Wochenende mit viel Sonne, etwas Erholung, viel Bewegung, einigen Erkenntnissen und einem neuen Tanz.
Das Wetter meinte es noch immer gut mit uns, und so konnten wir fast den ganzen Tag über draußen verbringen. Wie es sich für einen Garten "gehört", gibt es natürlich immer etwas zu tun: Äste absägen, Blumen gießen, Hecke schneiden ... und Federn beschneiden. Eines der Tiere hat einen leichten Drang, das Gehege auf dem Luftweg zu verlassen, also wurden ihm die Federn etwas gekürzt. Mir fiel dabei die Aufgabe zu, das Tier festzuhalten. Das war aber erstaunlich brav und ruhig, sodass ich keine Schwierigkeiten hatte, das Huhn auf meinem Schoß zu fixieren. Ich wollte schon immer mal ein Huhn streicheln *gg*
Es wurde aber nicht nur gearbeitet - wir haben auch geredet! Nachdem ich letzte Woche schon meine Bedenken über die zukünftige Organisation unseres Zusammensein äußerte, hat E. mich diesmal überrascht und meinte, sie könne sich vorstellen, dass ich vielleicht mal eine ganze Woche dort draußen mit ihr verbringe! Das hatte ich nicht erwartet, aber ich habe mich natürlich gefreut über so ein Angebot. Es ist immerhin seit langem mal wieder ein positives Zeichen. Da wir schon eine ganze Weile kaum länger als 24 Stunden hintereinander zusammen waren, kann es mal wieder ein Test sein, wie gut wir miteinander auskommen und wie unsere täglichen Gewohnheiten und Ansprüche noch harmonieren.
Nach gut vier Wochen Pause begann am Abend dann auch der neue Kurs, indem wir den einzigen noch fehlenden der Turniertänze, den Pa.so Dob.le, lernten. Wir hatten wieder viel Spaß, auch wenn E. diesmal nicht ganz konzentriert war und einige Male von mir in die richtige Richtung gedrängt werden musste *g*
Schade, dass nicht jede Woche einen Feiertag hat, so wartet also mal wieder eine Fünf-Tage-Woche. Na dann ...

17
Apr
2009

Randnotiz

Da findet man schon mal eine Fernseh-Serie gut, und dann wird die nach den ersten zehn Episoden abgebrochen, weil sich (angeblich) nicht genug Material für eine Fortsetzung findet. Schade!

Leben auf dem Lande

Nachdem ich gestern mit E. mitfuhr, war ich am Abend fix und fertig. Warum? Sie hat sich am vergangenen Wochenende drei Hühner gekauft, und für die haben wir gestern - ganz auf die Schnelle - einen provisorischen Stall aus einem ehemaligen kleinen Kinder-Spielhaus gebaut. Das Schwierigste war, die Tiere dann anschließend zu überzeugen, dort auch hinein zu gehen. Das klappte nur unter größtem körperlichen Einsatz, nämlich mit dem Einfangen der Hühner. Ein sehr lustiges Unterfangen *g*
Und so begann auch der Morgen schon aktiv: Tiere füttern, Pflanzen gießen ...

Aber heute zeigen sich dann auch schon wieder die Schwierigkeiten des Organisierens. Zum einen habe ich heute Abend Seminare und und würde erst spät draußen sein (da ich auch keinen Schlüssel von ihrem Haus habe, müsste sie so lange wach bleiben), und außerdem habe ich auch nicht genügend Klamotten an beiden Standorten, sodass ich also heute Abend bei mir schlafe und dann mit entsprechenden Sachen, die übers Wochenende und dann auch für die Tanzstunde reichen, wieder raus fahre. Alles irgendwie suboptimal.

Außerdem nervt ihr Ex weiterhin. Als wir gestern draußen ankamen, stand sein Auto schon vor dem Haus ihrer Eltern. Da ist er im Moment fast täglich, was sowohl E. auf die Nerven geht als auch mich ein wenig stört, weil ich mir sicher bin, dass wir unter ständiger Beobachtung stehen. Er gute Mann hat halt sonst niemanden und daher die Eltern von E. quasi als seine eigenen Eltern auserkoren. Ganz toll! Ich hoffe, dass er nun bald zu dem schon seit einer Woche angekündigten Auslandseinsatz aufbricht.

16
Apr
2009

Fachfrage

Kann mir mal jemand erklären, warum bei manchen Einträgen in verschiedenen Blogs im Link schon der Titel des Eintrages steht, und bei mir immer nur nach dem "/stories/" eine Nummer?

Ergänzung und Ausblick

Heute ist der vorerst letzte schöne Frühlingstag und der erste, an dem E. und ich seit ihrem Umzug gleichzeitig Feierabend haben, also habe ich mich mal wieder vor gewagt und vorgeschlagen, mit zu ihr zu kommen. Und so werde ich wohl mal wieder auf dem Land übernachten. Morgen Abend stehen wieder Seminare an, und am Wochenende habe ich schon zugesagt, weiter beim Aufräumen und Herrichten der alten Wohnung zu helfen. Da bleibt dann nicht viel Zeit zum Ausruhen. Ein kleiner Höhepunkt ist dennoch in Sicht: der neue Tanzkurs beginnt. Bis Mitte Juni sind wir dann wieder jeden Sonntag damit beschäftigt, uns nicht auf die Füße zu treten.

Ach ja, eine Erkenntnis brachte unser Gespräch neulich auch noch: Sie hat mir versichert, dass es auf keinen Fall zu einer Beziehung mit dem hier schon erwähnten Kollegen kommen werde und auch sonst derzeit niemand "in Sicht" sei ...

Vornamen

Albernes Klischee oder Realität?
Als ich gestern auf meinem Balkon saß, fielen mir zwei Berliner Comedians ein, die sich schon vor zwei Jahren über die Namensgebung in Berliner sozial schwächeren Bezirken lustig machten, mit so schönen ausländischen Namen wie Justin, Jason, Cementha, Cindy ... Wie ich darauf kam? Auf dem Spielplatz vor meinem Haus hielt sich eine (deutsche) vierköpfige Familie auf, die ihre Kinder mit Massimo und Luca rief. Das klang in meinen Ohren schon irgendwie komisch: Aus meinem früheren Umfeld im Speckgürtel der Stadt, in dem erfahrungsgemäß oftmals etwas wohlhabendere Familien zu Hause sind, heißen die Kinder derzeit nämlich wieder traditionell Richard, Paul, Lorenz ...

15
Apr
2009

Flach, flacher, platt

Ich war gestern platt, als ich das (inhaltlich) flache Schriftstück auf meinen Tisch bekam, dass ich eigentlich abzeichnen und weiterreichen sollte. Nun ist es so, dass ich in meiner Position das Problem habe, nicht entsprechend bezahlt zu werden, d. h. der Einreicher des Schreibens (ein Pflichtenheft) verdient Brutto rund 50 Prozent mehr als ich. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen dabei, diesen Pfusch einfach durchzwinken. Und so werde ich mich um 10 Uhr mit dem Verfasser zusammensetzen und ihm den Mist auf den Tisch werfen. Vermutlich wird er mich nicht verstehen, was mir mal wieder beweisen dürfte, dass in einer Be.hör.de oftmals nicht Leistung und Wissen, sondern Beziehungen und Aussitzen zum (finanziellen) Erfolg führen. Aber dafür habe ich dann wenigstens was für mein Ego getan *g*

Sprachkultur

Es sind Ferien, und es war so schön ruhig in der Bahn, bis ein Mädel vom Typ Annemarie (ja, die aus DS..DS) einstieg: blond, extrem geschminkt, rosafarbener Plüschpullover, Lederjacke, Ballerinas. Sie telefonierte schon beim Einsteigen mit ihrem Freund (?). Und aus ihrem Mund kamen so wunderbare Sätze, wie: "Du Ar*ch, Du bist wirklich ein Ar*chlo.ch, Alter! Du willst da echt allein hingehen am Samstag? Du bist wirklich ein Ar*ch, ey!" Und das alles ohne Wut oder Zorn in der Stimme.
Ich konnte nicht anders, als ruckartig meinen mp3-Player zu zücken, um ein wenig schöne Musik zu hören ...

14
Apr
2009

Aussprache (Gedächtnisprotokoll)

Ich hatte mir den Wecker gestellt, um möglichst früh bei E. zu sein. Und so habe ich mich um 8 Uhr auf den Weg gemacht. Als ich ankam, war sie schon fleißig in ihrem Haus beschäftigt. Doch dann unterbrach sie ihre Arbeit, kochte uns einen Kaffee, und wir setzten uns auf die noch sehr kühle Terrasse. Nach kurzen "Abtasten" merkte ich schon, dass es ihr emotional gar nicht gut geht. Wir entschlossen uns, am frühen Morgen ein Glas Wein zu trinken - noch vor dem Frühtstück. Dann begann sie zu erzählen, wie schwer es ihr fiel, die ganzen Tage ihren Ex um sich zu haben. Sie konnte mir gar nicht genau erklären, was dabei so schwer war, nur, dass es vor allem emotional sehr belastend war. Und natürlich kam wohl auch immer wieder das Gespräch darauf, dass er sich doch inzwischen so geändert habe und ob sie es nicht noch einmal mit ihm versuchen wolle ... Letztlich war sie heilfroh und wirklich fix und fertig, als er am Sonntag das Haus verlassen hatte, nachdem die neue Heizung funktionierte. Seine Frage, ob er denn am Montag noch einmal nach dem Rechten sehen sollte, verneinte sie kategorisch, weil sie den Tag mit mir verbringen wollte (!). Sie sagte auch, dass sie wohl gereizt gewesen sei, weil sie mich gern am Sonntag schon gesehen hätte (!).
Dann fragte sie mich, wie es mir an diesem Sonntag ergangen sei. Ich erzählte ihr, dass es für mich das erste Ostern war, an dem ich allein war, und dass es schon ein komisches Gefühl war und ich lieber bei ihr gewesen wäre. Und ich sagte ihr, dass ich das Gefühl habe, in unserer Beziehung sei irgend etwas nicht mehr so wie früher. Darauf entgegnete sie, dass ihr die Verbindlichkeit in unserer Partnerschaft abhanden gekommen sei. Das konnte ich bestätigen und meinte zu ihr, dass ich ab und zu mal ein Zeichen vermissen würde, ob und was sie überhaupt für mich empfinde. Schon vorher weinte sie einige Male, jetzt auch wieder und sie meinte, sie wisse schon, dass ich sie lieb hätte, sie selbst hätte auch schon Tage, wo sie mit meinem Schlafshirt kuscheln würde und wiederholte nochmal, dass sie mich am Sonntag auch gern bei sich gehabt hätte.
Sie hat die Vermutung, dass sie sich durch ihre starken Schmerzen, die mir nach wie vor sehr zu denken geben (gestern war es wieder sehr, sehr schlimm) zurückzieht und sich das dann wiederum auf mich auswirkt, auch aus Angst, zurückgewiesen zu werden, und wir damit eine gewisse Distanz erzeugen würden. Außerdem, und dieser Bitte muss ich unbedingt nachkommen, denn das Manko habe ich ja bereits selbst bei mir bemerkt, soll und muss ich mir unbedingt selbst mehr Gehör verschaffen, es sei nicht nötig, ihr alles recht machen zu wollen.
Nachdem wir irgendwann schon die zweite Flasche Wein geköpft hatten, stellten wir fest, dass es gut und höchste Zeit war, darüber zu sprechen, und das dies alles Dinge sind, an denen man arbeiten kann. Für mich heißt das vor allem, die Balance zwischen Zuwendung und Unterstützung für E. einerseits und meinen eigenen Ansprüchen und Wünschen andererseits besser auszuloten. Und für sie heißt es, neben ihrer Freiheitsliebe auch unsere Beziehung anzuerkennen und dies dann auch mal zu zeigen, wenn ihr wirklich etwas daran liegt.
Inzwischen war es Mittag, zwei Flaschen Wein waren geleert und trotz der schwierigen Themen ging es uns beiden ein wenig besser. Und so haben wir im Anschluss Mittag gegessen, ein Beet angelegt, eine notdürftige Behausung für drei neue "Haustiere" (Zwerghühner) gebaut und ein wenig in der Sonne gelegen.
Nun sehen wir uns vermutlich wieder erst am nächsten Wochenende - zum Aufräumen der alten Wohnung. Unser Gespräch jedoch war gut und wichtig, auch wenn es, nach den letzten Tagen, eher ihr Erleichterung verschafft hat als mir. Aber wir konnten beide unsere Situatin schildern und ich denke, es ist immer wichtig zu wissen, was der andere denkt. Also schaue ich mal, wie viel davon wir mit in die unsichere Zukunft nehmen werden. Einen Schritt in die richtige Richtung dürften wir jedenfalls getan haben.
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