12
Apr
2009

Morgen früh ...

... werde ich nun zu E. fahren. Eben kam ihr Anruf. Sie hörte sich ziemlich erledigt an und schien geweint zu haben. Offenbar war das Zusammentreffen mit ihrem Ex für gleich mehrere Tage nicht so ganz ohne. Doch wo andere Charaktere sich vielleicht gewünscht hätten, heute Abend in den Arm genommen zu werden, bleibt sie offenbar lieber allein. Ich akzeptiere das, aber es lässt mich trotzdem an unserer Gemeinsamkeit zweifeln.
So mache ich mich also morgen früh auf den Weg raus aus der Stadt. Mal schauen, was mich erwartet ...

Das erste Mal

Während ich auf meiner Liege auf dem Balkon die Sonne genieße, habe ich überlegt, ob ich diesen Ostersonntag jemals in meinem Leben allein verbracht habe. Es ist tatsächlich das erste Mal! Ein etwas komisches, unbekanntes Gefühl, noch dazu, wenn man nebenan das Stimmengewirr einer Familienfeier und vor dem Balkon Leute beim Spaziergang beobachten kann.
Aber es geht - ich mache es mir so schön wie möglich und genieße die herrliche Sonne, gerade frisch versorgt mit einem Kaffee. Nach Melancholie ist mir heute nicht, also dann - munter auf in den Nachmittag!

11
Apr
2009

Verzweiflung

"Jetzt kann ich verstehen, warum Du gegangen bist!"
Der Tag hatte gut begonnen - mein Sohn hatte seine Geschenke bei mir gesucht, das Spiel, dass ich ihm besorgt hatte, ausprobiert, wir waren zusammen spazieren .... Am Nachmittag fuhr er dann wieder nach Hause. Dort wollte er seine neuen Lautsprecher für den PC anschließen, was leider nicht funktioniert hat (ich vermute, die Dinger sind kaputt, leider habe ich sie hier bei mir nicht vorher ausprobiert - wer rechnet schon damit?). Da war er schon traurig. Dann stellte sich heraus, dass sein neues Spiel auf Vis.ta nicht läuft (ein im Netz leider oft genanntes Problem bei diesem Spiel). Da war er richtig geknickt. Er ging in die Küche, wo seine Mutter gerade bei der Arbeit war, und machte seinem Ärger Luft. Was dann passiert ist, kann ich nur vermuten, jedenfalls muss mal wieder ein Wort das andere gegeben haben und es fielen unschöne Bemerkungen ...
Mein Sohn war so traurig und gekränkt, dass er mich von seinem Zimmer aus anrief und meinte, er packe jetzt seine Sachen und würde sofort ausziehen. Ich habe versucht, ihn zu beruhigen, was mir nach einigen Minuten auch gelang. Er weiß, dass er, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt und wütend ist, die "Schwachpunkte" seiner Mutter sehr gut ausnutzen und sie noch mehr reizen kann. Das ist ihm offenbar auch diesmal gelungen. Das Unschöne ist nur, dass meine Ex bei solchen Streits nie eigene Fehler zugibt und gern mal Tatsachen zu ihren Gunsten verdreht, so wie man ihr es auch ansonsten fast nie recht machen kann. Und genau DIESE Dinge hat mir heute Abend auch mein Sohn von ihr berichtet, ohne dass ich jemals mit ihm darüber gesprochen hätte. Das Ganze gipfelte dann in dem oben zitierten Satz ...
Ich verstehe ihn sooo gut, und kann es doch nur ganz vorsichtig zum Ausdruck bringen, um ihn nicht auch noch zu beeinflussen. In der letzten Stunde rief er mich noch vier Mal an, um seine Gedanken loszuwerden. Ich habe ihm immer wieder vorgeschlagen, doch erst mal eine Nacht darüber zu schlafen. Er wollte sich partout nicht beruhigen. Vor ein paar Minuten kam offenbar nun seine Mutter zu ihm ins Zimmer - seitdem schweigt mein Telefon. Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen. Ich gebe ihm immer wieder auf den Weg, dass man bestimmte Dinge zu seinen Eltern nun mal nicht sagt und er sich dann doch lieber heftig auf die Zunge beißen soll, auch wenn er sich zu dem Zeitpunkt ungerecht behandelt fühlt. Aber das fällt ihm sehr schwer.
Apropos Telefon, das war auch so ein Argument: Er sagt, seine Mutter würde immer lauschen, wenn er mit mir telefoniert. Auch DAS kenne ich sehr gut. Bei mir waren es immer die Mails, die ich an Bekannte, Kommilitonen, Freunde schrieb, die ständig überwacht wurden. Telefoniert habe ich schon gar nicht mehr in ihrer Anwesenheit.

Nun sitze ich hier, es ist Ostern, ich bin allein und ein wenig verzweifelt. Ich gehe mal davon aus, dass sich das Ganze, wie bisher immer, zwischen Frau und Kind wieder einränken wird. Aber die Erkenntnis bleibt, dass mein Sohn es ähnlich schwer mit seiner Mutter hat, wie ich es damals hatte, und das macht mir Angst. Was, wenn die Pubertät richtig durchkommt und er sich nichts mehr bieten lässt - reißt er dann aus? Was könnte sonst noch passieren? Ich denke, da ist dringend professionelle Hilfe erforderlich, das hat zum Glück auch meine Frau inzwischen erkannt und kümmert sich darum. Ich hoffe, das klappt bald, denn die Mühlen der Bürokratie mahlen leider verdammt langsam.

Und von E. kein Wort, kein Hinweis, ob und wann wir uns vielleicht sehen.
Frohe Ostern.

Egoismus überall

Was ist übrig geblieben von der Umsicht, vom Miteinander der Menschen? Das fängt schon mit kleinsten Kleinigkeiten an: Hier hinter dem Haus, fast so etwas wie ein Innenhof, befinden sich Mülltonnen, auch für Glas. Mal ganz abgesehen davon, dass mit großen Lettern drauf steht, dass über Mittag nichts eingeworfen werden sollte, würde ich nie auf die Idee kommen, um diese Zeit meine Gläser einzuwerfen. Wenn es doch nötig ist, dann lege ich sie mit Samthandschuhen in die Tonne. Warum also müssen andere Mitbewohner ihre Glasabfälle am Feiertag um 13.30 Uhr in hohem Bogen in die Container werfen?
Und wie kann es sein, dass einige Eltern ihre Kinder mit schöner Regelmäßigkeit pünktlich nach dem Mittag gegen 12.30 Uhr auf dem vor meinem Balkon befindlichen kleinen Spielplatz parken, um offenbar selbst ihre Ruhe zu haben? Und wie geht es, dass diese Kinder sich dann bis abends 20.30 Uhr, wenn es schon so gut wie dunkel ist, dort rumtreiben?

10
Apr
2009

Fernweh

Eben bekam ich eine Mail von einem ehemaligen Kollegen, denn ich kürzlich bei st.ay-frie.nds wieder fand. Er ist im letzten Jahr nach Spanien ausgewandert, hat mir ein Bild seiner Finca mitgeschickt ... Ach ja, ich liebe den Süden und würde so gern man wieder an die Algarve fliegen *träum* Die Luft, die Landschaft, das Flair ....
Immerhin ist das Wetter hier heute auch herrlich, also ruft Balkonien.

9
Apr
2009

Funkstille ...

... seit zwei Tagen. Komisches Gefühl. Für sie wohl normal, auch auf meine sms nicht zu reagieren. Für mich doch eher enttäuschend.

8
Apr
2009

(Kein) Spaß mir Ar.co.r und Teuer-kom

Warum weiß man immer schon vorher, dass es nur Ärger gibt, wenn man etwas von seinem Telefonanbieter möchte? Nach dem ersten Gefecht letzte Woche erhielt E. nun wieder Post von Ar. mit dem gleichen Hinweis, dass die Leitungen alle belegt seien und zunächst gekündigt werden müssten. Dies müsste bei der T. geschehen. Da ich etwas mehr Nachdruck entwickeln kann als E. habe ich also bei der T. angerufen. Dort hat man mir nochmals versichert, dass der Anschluss längst gekündigt sei und konnte gar nicht verstehen, dass wir als Kunde jetzt für Ar. Nachforschungen anstellen müssen. Wohl wahr! Immerhin versprach man mir, eine schriftliche Bestätigung des Gesagten zuzuschicken.
Mit diesem Wissen wieder bei Ar. angerufen. Diesmal etwas lauter. Der arme Mann am anderen Ende war völlig überfordert und meinte, er müsse sich erst mal einlesen. Nach etwa drei Minuten war er wieder in der Leitung und meinte, er könne mir gar nicht helfen, die T. wäre schuld ... Da wurde ich dann richtig laut. In seiner Not fand er in einem der Schreiben an uns den Hinweis auf eine kostenlose Nummer, die wir anrufen sollten (hatte ich beim Lesen gar nicht gesehen). Er meinte, er kenne diese Nummer zwar nicht (!!!), aber wenn das da stehe, sollte ich doch dort anrufen. Zweifelnd willigte ich ein und wählte neu.
Es meldete sich ein Kundenservice (ohne Nennung einer Firma (!) und forderte mich auf, die Kundenummer einzugeben. Ich tat es. Und die Antwort des Computers: Man könne mir auf dieser Nummer nicht helfen, ich solle doch das Kunden-Center anrufen ...
Das hatte ich aber nicht vor, schließlich rattert der Gebührenzähler unerbittlich. Also rief ich die Störungsstelle an, die ist nämlich kostenlos. Als ich mein Anliegen vorbrachte, meinte man, nicht zuständig zu sein, es läge ja schließlich keine Störung vor, weil ich noch gar keinen neuen Anschluss habe ... Da habe ich den armen Mann zur S** gemacht und mich mit seinem Vorgesetzten verbinden lassen. Der wirkte dann hörbar geschult und endlich kompetent, auch wenn er mir natürlich ebenfalls nicht sofort helfen konnte. Immerhin versprach er mir gleichmal den Erlass einer Monatsgebühr *g* Er erklärte mir auch einige technische Details und auch, dass da was nicht stimmen könnte (ach was!). Schließlich könne der beschriebene Sachverhalt in einem Ein-Familien-Haus gar nicht auftreten. Schlussendlich bat er mich, das Schreiben der T. mit der Kündigungsbestätigung, sobald es mir vorläge, mit einem Dreizeiler zu faxen. Dann würde man sich persönlich darum kümmern und dem Fehler auf den Grund gehen.
Nun warten wir also auf dieses ominöse Schreiben von der T. Ich rechne inzwischen schon nicht mehr damit, noch in diesem Monat für E. Telefon und DSL zu bekommen. Ich fürchte: Fortsetzung folgt!

7
Apr
2009

Wieder zu Hause - und nun?

Es waren anstrengende Tage. So ein Umzug ist eben nicht an einem Tag zu schaffen, auch wenn eine Firma die meiste Arbeit macht. Es bleiben dutzende "Kleinigkeiten" übrig, gerade auch in der alten Wohnung, die erledigt werden wollen. Und so waren wir von Samstag bis eben fast ununterbrochen unterwegs, um Sperrmüll wegzubringen, Kisten auszupacken, Bauhäuser leer zu kaufen usw. Viel lieber hätte ich das schöne Wetter genutzt, um ein wenig faul zu sein, aber dafür blieb keine Zeit. Abends war es dann noch ganz schön kühl, sodass man auch nicht auf der Terrasse sitzen konnte. Außerdem waren wir meist totmüde und bald im Bett.
Gerade hat mich E. wieder direkt von der alten Wohnung zu mir nach Hause gebracht, da ich gleich ein Online-Seminar habe und morgen mein Sohn kommt. Und so ein wenig schien sich anzudeuten, was ich für die Zukunft dauerhaft befürchte: Auf meine Frage, ob wir bei mir noch einen Moment Pause machen und einen Kaffee trinken, meinte sie, doch lieber gleich nach Hause in ihren Garten zu wollen. Ach ja, und ein "Danke" dafür, dass sie die ersten Nächte nicht allein im Haus schlafen musste ... Wie es aussieht, werde ich zu Ostern allein sein und wir sehen uns wohl erst Ostermontag wieder. Und Kommunikation ist bis dahin faktisch nicht möglich, da sie noch kein Telefon hat. Wenn das die Zukunft ist ...

3
Apr
2009

Immer dasselbe - Spaß mit Ar.co.r

Ich weiß gar nicht mehr, der wievielte Eintrag das nun zum gleichen traurigen Thema schon ist. Ich bin inzwischen so weit, dass ich trotz des Ärgers, der diesmal E. betrifft, eigentlich nur noch lachen kann.
Mit dem Umzug von ihr soll natürlich auch der Telefonanschluss umziehen. Nichts leichter als das - der Provider bietet dazu eine einfache Möglichkeit übers Internet: neue Adresse angeben, Termin eintragen, fertig! Soweit der einfache Teil der Übung.
Passiert ist dann aber (erwartungsgemäß :-/) nichts. Also Anruf bei der (natürlich kostenpflichtigen) Hotline. Ergebnis: Man habe festgestellt, dass die Leitung noch belegt sei. E. solle sich doch mal informieren, bei welchem Provider der Vorbesitzer gewesen sei und den Anschluss dort kündigen.
Das war nicht ganz einfach, da der Vorbesitzer verstorben ist. Trotzdem konnten wir anhand alter Rechnungen den rosafarbenen Provider ermitteln. Also Anruf dort und die Auskunft, dass die Leitung keinesfalls belegt sei! Aber wenn es Probleme geben sollte - bei der Teuerkom könne man innerhalb von wenigen Tagen einen Anschluss schalten ... Nee, auf keinen Fall!!!
Gut, also wieder zurück zu Ar.co.r. Dort alle Daten durchgegeben, alles schön! Dachten wir wenigstens. Zwei Tage später waren die Aufträge im Kundenportal verschwunden. Wieder Anruf bei der (kostenpflichtigen) Hotline: Nein, nein, keine Sorge, alles noch da, nur die Datenbank im Internet wäre nicht in Ordnung. Und tatsächlich tauchten die Aufträge Tage später wieder auf.
Gestern nun, nachdem sich (erwartungsgemäß) wieder nichts tat, erneuter Anruf bei der (kostenpflichtigen) Hotline: Dann die Überraschung: Die Leitung gelte als belegt und man bräuchte erst einmal genauere ... Wie bitte? Gut, dass ich nicht angerufen habe, sondern E. Ich hätte den armen Menschen am Telefon wohl durch die Leitung geholt. Sie blieb aber relativ ruhig, versuchte zu erklären, dass sie doch alle Angaben bereits vor zwei Wochen durchgegeben hatte. Half aber nichts, nach fünfminütiger, ratloser Warteschleife die ganze Prozedur wieder von vorn.
Der arme Mensch am Telefon wagte dann zum Schluss völlig entnervt noch die hilflose, sehr lustige Bemerkung, dass er sich trotzdem vorstellen könne, dass die Leitung heute schon zur Verfügung stehen könnte. Selten so gelacht!
Immerhin: Der alte Anschluss wurde pünktlich gekappt. E. ist zu Hause bereits jetzt nicht mehr erreichbar. Wann sie jemals Telefon im neuen Zuhause hat, steht in den Sternen. Bisher kennt sie nicht einmal die neue Nummer und konnte auch nicht erfahren, wohin denn diese Informationen überhaupt gesandt werden.
Ob sich an diesem totalen Chaos der Provider jemals etwas ändert? Warum bekommen die ihren Service einfach nicht in den Griff, sodass man leider sicher sein kann/muss, dass garantiert nichts auf Anhieb klappt? Was für ein Armutszeugnis ...

2
Apr
2009

Osterbrauch

Obwohl mein Sohn nun schon länger kein Kleinkind mehr ist, gibt es doch einige wenige Bräuche, die nicht aufgegeben werden. Dazu gehört auch das Suchen der Geschenke zu Ostern. Er besteht darauf, im Gärtchen und in der Wohnung seine Überraschungen zu suchen. Da er mit Großeltern reichlich versorgt ist, kommen auch immer zahlreiche Geschenke zusammen, sodass er eine Weile beschäftigt ist. Er findet es zwar traurig, dass ich nun nicht mehr dabei sein kann, trotzdem, wenn er von mir etwas separat bekommt, gebe ich das immer vorher meiner Ex mit, und es wird dann auch erst am Ostersonntag mit versteckt. Das Suchen und Finden ist schließlich fast noch spannender als das Auspacken :-)
Schenkt Ihr Euch eigentlich was zu Ostern, und wenn ja, wird es auch versteckt?

Blogpause zwangsweise

Ab morgen Mittag wird mein Blog für ein paar Tage ruhen. Dann ist es nämlich so weit: der Umzug von E. steht an. Ich werde sicherlich die folgenden Tage (ich habe Urlaub) da draußen verbringen, um beim Ein- und Aufräumen zu helfen. Da ich davon ausgehen muss, dass es dort vorläufig kein Telefon und damit auch kein DSL geben wird, bin ich dann von der Außenwelt abgeschnitten.
Erst am Mittwoch, wenn mein Sohn zu mir kommt, werde ich wieder am heimischen PC sein. Bis dahin also bitte keine Suchmeldungen aufgeben *g*

Sommerzeit-Lag

In diesem Jahr habe ich besonders starke Probleme mit der Umstellung. Seit Montag weigert sich mein Körper, beim Klingeln des Weckers wach zu werden und schläft regelmäßig noch einmal für eine halbe Stunde ein. Eigentlich auch kein Wunder, denn es ist dann nach "richtiger" Zeit erst 3.45 Uhr. Wer will da schon aufstehen??
Wusstet Ihr eigentlich, dass es die Sommerzeit bereits seit 1916 gibt? Ich dachte bis vor kurzem, dies sei eine Erfindung unserer Zeit. Weit gefehlt - auch im 2. WK galt z. B. schon eine Sommerzeit. Der gewünschte Energiespareffekt ist nicht eingetreten, aber immerhin ist es abends länger hell, was als größter Vorteil der Zeitumstellung gesehen wird. Ich hoffe nur, dass ich mich bald auch wieder daran gewöhnt habe ...
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