Wünsch Dir was!
Es geht wieder los: Mehr Arbeitslosengeld, Steuersenkungen für die kleinen und mittleren Einkommen, 2 Mio. neue Arbeitsplätze ... Die tollkühnsten Versprechungen werden hemmungslos und ohne rot zu werden in die Welt posaunt - es ist Wahlkampf. Wer glaubt diesen ganzen Unsinn eigentlich noch?
Kann ich mir auch etwas wünschen? Die Bundesbank sagt, dass jeder Haushalt im Schnitt über ein Finanzvermögen von 111 000 Euro verfügt. Ich will einfach nur meinen Anteil, bitte!
Kann ich mir auch etwas wünschen? Die Bundesbank sagt, dass jeder Haushalt im Schnitt über ein Finanzvermögen von 111 000 Euro verfügt. Ich will einfach nur meinen Anteil, bitte!
Herr B. - 12. Mai, 06:39
Kratzbürste - 12. Mai, 10:29
111 000 Euronen !!!
Warum überlege ich dann eigentlich noch, wie ich mir eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung leisten kann?
Warum überlege ich dann eigentlich noch, wie ich mir eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung leisten kann?
Herr B. - 12. Mai, 10:37
Ich weiß auch nicht - bei mir scheint es wohl auch ein paar Druckfehler in den Kontoabrechnungen zu geben. Solche Zahlen hab ich da nämlich auch nicht finden können.
Leslie House - 12. Mai, 15:31
Tja, zu Parteien, Politikern, deren Antrieb den Job zu machen, deren Glaubwürdigkeit bzw. deren eigene "Ehrlichkeit" habe ich ein zwiegespaltenes Verhältnis.
Mein Job besteht zu 90% aus politischer Arbeit..... daher habe ich einen guten Einblick in die Arbeit der Abge.ordneten in Berlin und denke, ich kann mir ganz gut (zumindest für meine arbeitsbedingten Themenbereiche) eine Meinung erlauben.
Das, was man (ich....der "Normalsterbliche" ist da ja nicht involviert) da sieht und mitbekommt, ist teilweise erschreckend. Und hier gehts noch nicht mal um Lobby.arbeit.
Klar, es gibt sehr viele engagierte Politiker, die auch gewillt sind, das zu verstehen, über was wir mit ihnen reden und ihnen nahebringen möchte. Viele Politiker sitzen aber meiner Meinung nach im falschen Ausschuss. Die haben keinen Plan von der Materie und werden (wollen) ihn auch nicht haben.
Hat mal irgendwer von Euch an einem Gesetzes.vorhaben mitgearbeitet?
Mein (fast) täglich Brot. Die ganze Gesun.dheits.refor.m hat mich mindestens 2 Jahre meines Lebens gekostet, zudem viele graue Haare und Kopfschütteln, so dass ich nen steifen Nacken habe. Immer noch.
Da werden fachkompetente Lösungen bzw. Anregungen, ein Gesetz da oder dahingehend modifizieren zu müssen, einfach übergangen..... was teilweise nicht nur gravierende Auswirkungen für die Wirtschaft, für ganze Berufsgruppen und auch Existenzen hat....und warum? Nein, nicht, weil sie es nicht besser wissen (dafür sind wir da, DAMIT sie es besser wissen).... es "verkauft" sich halt schlecht.
Zigtausende von unseren Steuer.geldern werden aus dem Fenster geworfen (z.B. Entwicklung elektr.on.ische Gesun.dheitsk.arte, immer noch ein aktuelles Thema und nicht vom Tisch), was dann in einem Projekt-Disaster endet. Wo zurück gerudert wird, weil die Umsetzung des ganzen Komplexes, so wie mal angedacht, gar nicht realisierbar ist. Was aber schon von Anfang an von Fachgruppen aufgezeigt wurde, dass sowas nur böse in die Hose gehen kann.....was aber einfach ignoriert wurde.
Wenn ich so schreib, könnt ich mir schon wieder aufregen....
Mein Job besteht zu 90% aus politischer Arbeit..... daher habe ich einen guten Einblick in die Arbeit der Abge.ordneten in Berlin und denke, ich kann mir ganz gut (zumindest für meine arbeitsbedingten Themenbereiche) eine Meinung erlauben.
Das, was man (ich....der "Normalsterbliche" ist da ja nicht involviert) da sieht und mitbekommt, ist teilweise erschreckend. Und hier gehts noch nicht mal um Lobby.arbeit.
Klar, es gibt sehr viele engagierte Politiker, die auch gewillt sind, das zu verstehen, über was wir mit ihnen reden und ihnen nahebringen möchte. Viele Politiker sitzen aber meiner Meinung nach im falschen Ausschuss. Die haben keinen Plan von der Materie und werden (wollen) ihn auch nicht haben.
Hat mal irgendwer von Euch an einem Gesetzes.vorhaben mitgearbeitet?
Mein (fast) täglich Brot. Die ganze Gesun.dheits.refor.m hat mich mindestens 2 Jahre meines Lebens gekostet, zudem viele graue Haare und Kopfschütteln, so dass ich nen steifen Nacken habe. Immer noch.
Da werden fachkompetente Lösungen bzw. Anregungen, ein Gesetz da oder dahingehend modifizieren zu müssen, einfach übergangen..... was teilweise nicht nur gravierende Auswirkungen für die Wirtschaft, für ganze Berufsgruppen und auch Existenzen hat....und warum? Nein, nicht, weil sie es nicht besser wissen (dafür sind wir da, DAMIT sie es besser wissen).... es "verkauft" sich halt schlecht.
Zigtausende von unseren Steuer.geldern werden aus dem Fenster geworfen (z.B. Entwicklung elektr.on.ische Gesun.dheitsk.arte, immer noch ein aktuelles Thema und nicht vom Tisch), was dann in einem Projekt-Disaster endet. Wo zurück gerudert wird, weil die Umsetzung des ganzen Komplexes, so wie mal angedacht, gar nicht realisierbar ist. Was aber schon von Anfang an von Fachgruppen aufgezeigt wurde, dass sowas nur böse in die Hose gehen kann.....was aber einfach ignoriert wurde.
Wenn ich so schreib, könnt ich mir schon wieder aufregen....
Herr B. - 12. Mai, 16:08
Ich vermute, Du beschreibst da das im großen Stil, was ich in meiner Be..hörde im kleinen erlebe. Und das ist schon gruselig genug. Ich kann nur nicht begreifen, warum es dazu kommt, welche Einflüsse dafür verantworlich sind, dass vieles im Chaos oder in der Versenkung verschwinden muss. Die, die engagiert sind, geben auf oder werden aufs Abstellgleis geschoben, viele andere wollen sich profilieren, auch wenn sie keine Ahnung haben, und letztlich herrscht ein buntes Durcheinander mit Gremien, Untergremien, Ausschüssen, Fachausschüssen, Arbeitsgruppen, Projekten. Das ist wirklich zum Weinen. Liegt das nur an der Größe des "Unternehmens" oder spielen da auch andere Faktoren eine Rolle?
Leslie House - 12. Mai, 16:57
Ich würde sagen, an beidem!
Die, die engagiert sind, sich engagieren wollen, ecken oft an, sind innerhalb ihrer Gruppe oder ihrer Partei oft unbequem und unangenehm. Der geringste Weg des Widerstandes führt oft leichter und flutschiger nach oben....
Manche werden auch mit Aufgaben betraut, denen sie einfach nicht gewachsen sind.
Ich kann nicht in nem Gesundheits.auss.chuss sitzen und dann ein Jahr später im Auss.chuss für Kultur und Medien.....das kann gar nicht funktionieren. Entweder habe ich Ahnung davon, oder davon. Aber um wirklich mitreden, mich einbringen zu können, müsste ich mich wirklich wirklich wirklich schlau machen und auch vor allem Einsatz zeigen (und Bock dazu haben).
Und leider oft sehen wir (hier im Büro), dass das nicht der Fall ist.
Da trifft man sich mit einem/mehreren Abge.ordneten zu einem Gespräch und merkt, dass die null Plan haben....sich noch nicht mal die Unterlagen angeschaut haben, die man ihnen vorher zur Vorbereitung zugesandt hat.....geschweige denn überhaupt auch nur ansatzweise ne Ahnung haben, um was es geht. Und diese Leute werden von meinem Steuergeld bezahlt....sollen also auch für "mich" da sein, für meine Belange.... ich lach mich schlapp.
Wenn ich so arbeiten würde, würde ich nirgendwo eine Probezeit überstehen.
Klar, es gibt auch echt tolle Abgeor.dnete, mit denen man echt was erreicht, politisch gesehen. Die die Sachen dann auch in den Ausschu.ss-Sitzungen vorbringen, die erst mal den SINN begreifen.......aber die haben es dann eben auch nicht leicht.
Was ich schon habe an Steuergeldern herausschleudern gesehen.....man man man.....
Mal ein Beispiel, in drei Sätzen ganz laienhaft erklärt:
Stell Dir vor, Du bist Besitzer eines Sani.taets.hauses. O.k.! Das ist Deine Existenz!
Dann kommt die Reg.ierung und sagt: Wir haben da was ganz tolles innovatives. So ein Kärtchen für alle Patienten, wo man mit zum Arzt geht, wo alles abgespeichert wird. Alle Rezepte, alle Daten. Toll, ne? Das Projekt setzen wir jetzt um.
Also, man geht mit der Karte, wo der Arzt was abgespeichert hat, in eine Apoth.eke, die lesen das aus, und flups bekommt der Patient ganz einfach seine verschriebenen Sachen. Ohne Papier-Rezept. Toll, ne?! Und: hat wer Einwände?
Wir: Jo! Wir!
Regie.rung: Wieso?
Wir: ja, wenn man mit der Karte nur in eine Apo.theke gehen kann....was ist dann mit den ganzen Sanit.aets.häusern? Und allen Produkten, die man dort sonst bekommt auf Rezept...z.B. Bandagen, Gelenkschienen nach nem Unfall...eben alles, was keine Medikamente sind, sondern was sonst so verschrieben wird?
Regie.rung: Och...nun, dann sollen eben alle Patienten in die Apotheke gehen und sich das da besorgen, die Apotheken können die meisten Produkte doch bestimmt auch besorgen...
Wir: Toll, super Idee. Und alle Sanit.aets.häuser gehen dann pleite, oder wie? Weil alle Patienten da nicht mehr mit der Karte was bekommen können, nur über Apotheken?! Die Apotheken können das zudem gar nicht leisten, weil dort Apotheker arbeiten...und keine Orthopä.die-Mechaniker, Bandagi.sten etc....
Regie.rung: nun....also....es sind ja nur mal ERST die Apotheken, so zu Testzwecken.....später können/dürfen, wenn sich das Kartensystem bewährt hat und eingeführt ist, dann auch die Sani.taetsh.äuser mal mitmachen.
Wir: und was ist so lange bis dahin? Gehen die solange betteln?
Re.gier.ung: ach scheiß egal....wir fangen jetzt erst mal an...schließlich haben wir es schon rausposaunt, dass wir sowas "zum Wohl der Allgemeinheit" machen wollen, sowas tolles neues....beauftragen Softwarefirmen für die Entwicklung der Karten, der Software...die Probleme lösen sich schon irgendwie...
Wir: ist nicht euer Ernst, oder?
...und es wird geplant, geplant, beauftragt, entwickelt....Millionen von Euro (Steuergeldern) werden für die Entwicklung dieser Karte ausgegeben.....
Reg.ierung: So, fertig! Die Karte steht, wir können sie einführen! (*stolzsei*) Aber erst mal in ein paar Testgebieten! Sicher ist sicher.
Patient: "Hallo lieber Apotheker, mein Arzt hat mir nen Stütz.strumpf aufgeschrieben, hier auf meiner Karte....den hätte ich gerne, der muss aber angepasst werden an mein Bein!"
Apotheker: Jo, dann gehen sie mal in ein Sanita.etshaus! Wir können das nicht. Wir sind Apotheker und keine Banda.gisten!
Patient: "Ja, aber die dürfen mir keinen geben, können die auch gar nicht, weil die das Rezept auf der Karte ja gar nicht auslesen können. Und Geld bekommen die von der Kasse auch nicht, weil die das Rezept auf der Karte ja technisch gar nicht mehr abrechnen können. Die haben gar nicht diese kleinen elektronischen Kästchen, wo man die Karte reinsteckt und wo dann gezeigt wird, was der Arzt mir aufgeschrieben hat..."
Apotheker: Tja, nicht mein Problem, beschweren sie sich bei der Reg.ierung.
Patient(en): he, Regie.rung....bekomm ich jetzt von euch meinen Strumpf, oder wie?
Reg.ierung: Oh! Mist! Wenn uns DAS mal einer vorher gesagt hätte, dass die Apotheken das gar nicht leisten können....ach, und die armen Sani.taetsh.äuser....die haben wir ja ganz übersehen....wahrscheinlich leben die jetzt alle nur von Wasser und Brot...die Armen..... also, marsch marsch zurück mit dieser bösen bösen Karte!!
....und es wird entwickelt und entwickelt, Softwarefirmen werden beauftragt, ein ganz neues System zu schaffen (das alte kann leider nicht verwendet werden, weil gar nicht vorgesehen war, mehr als "nur Apotheken" damit einzubinden)....Millionen von Steuergeldern werden (wieder mal) aufgebracht.....
Und sowas erlebe ich (fast) tagtäglich.
Da fragt man sich, wie die Großkopferten überhaupt
a) so weit haben aufsteigen können
b) dermaßen ignorant sind
c) Scheuklappen aufhaben
d)...oder wir einfach nur russisch reden...(?!?)
Mir graust es schon immer, wenn ein Gesetz.esentwurf auf meinen Tisch flattert......weil bei jedem solchen genau so ein Spiel von vorne los geht......
Die, die engagiert sind, sich engagieren wollen, ecken oft an, sind innerhalb ihrer Gruppe oder ihrer Partei oft unbequem und unangenehm. Der geringste Weg des Widerstandes führt oft leichter und flutschiger nach oben....
Manche werden auch mit Aufgaben betraut, denen sie einfach nicht gewachsen sind.
Ich kann nicht in nem Gesundheits.auss.chuss sitzen und dann ein Jahr später im Auss.chuss für Kultur und Medien.....das kann gar nicht funktionieren. Entweder habe ich Ahnung davon, oder davon. Aber um wirklich mitreden, mich einbringen zu können, müsste ich mich wirklich wirklich wirklich schlau machen und auch vor allem Einsatz zeigen (und Bock dazu haben).
Und leider oft sehen wir (hier im Büro), dass das nicht der Fall ist.
Da trifft man sich mit einem/mehreren Abge.ordneten zu einem Gespräch und merkt, dass die null Plan haben....sich noch nicht mal die Unterlagen angeschaut haben, die man ihnen vorher zur Vorbereitung zugesandt hat.....geschweige denn überhaupt auch nur ansatzweise ne Ahnung haben, um was es geht. Und diese Leute werden von meinem Steuergeld bezahlt....sollen also auch für "mich" da sein, für meine Belange.... ich lach mich schlapp.
Wenn ich so arbeiten würde, würde ich nirgendwo eine Probezeit überstehen.
Klar, es gibt auch echt tolle Abgeor.dnete, mit denen man echt was erreicht, politisch gesehen. Die die Sachen dann auch in den Ausschu.ss-Sitzungen vorbringen, die erst mal den SINN begreifen.......aber die haben es dann eben auch nicht leicht.
Was ich schon habe an Steuergeldern herausschleudern gesehen.....man man man.....
Mal ein Beispiel, in drei Sätzen ganz laienhaft erklärt:
Stell Dir vor, Du bist Besitzer eines Sani.taets.hauses. O.k.! Das ist Deine Existenz!
Dann kommt die Reg.ierung und sagt: Wir haben da was ganz tolles innovatives. So ein Kärtchen für alle Patienten, wo man mit zum Arzt geht, wo alles abgespeichert wird. Alle Rezepte, alle Daten. Toll, ne? Das Projekt setzen wir jetzt um.
Also, man geht mit der Karte, wo der Arzt was abgespeichert hat, in eine Apoth.eke, die lesen das aus, und flups bekommt der Patient ganz einfach seine verschriebenen Sachen. Ohne Papier-Rezept. Toll, ne?! Und: hat wer Einwände?
Wir: Jo! Wir!
Regie.rung: Wieso?
Wir: ja, wenn man mit der Karte nur in eine Apo.theke gehen kann....was ist dann mit den ganzen Sanit.aets.häusern? Und allen Produkten, die man dort sonst bekommt auf Rezept...z.B. Bandagen, Gelenkschienen nach nem Unfall...eben alles, was keine Medikamente sind, sondern was sonst so verschrieben wird?
Regie.rung: Och...nun, dann sollen eben alle Patienten in die Apotheke gehen und sich das da besorgen, die Apotheken können die meisten Produkte doch bestimmt auch besorgen...
Wir: Toll, super Idee. Und alle Sanit.aets.häuser gehen dann pleite, oder wie? Weil alle Patienten da nicht mehr mit der Karte was bekommen können, nur über Apotheken?! Die Apotheken können das zudem gar nicht leisten, weil dort Apotheker arbeiten...und keine Orthopä.die-Mechaniker, Bandagi.sten etc....
Regie.rung: nun....also....es sind ja nur mal ERST die Apotheken, so zu Testzwecken.....später können/dürfen, wenn sich das Kartensystem bewährt hat und eingeführt ist, dann auch die Sani.taetsh.äuser mal mitmachen.
Wir: und was ist so lange bis dahin? Gehen die solange betteln?
Re.gier.ung: ach scheiß egal....wir fangen jetzt erst mal an...schließlich haben wir es schon rausposaunt, dass wir sowas "zum Wohl der Allgemeinheit" machen wollen, sowas tolles neues....beauftragen Softwarefirmen für die Entwicklung der Karten, der Software...die Probleme lösen sich schon irgendwie...
Wir: ist nicht euer Ernst, oder?
...und es wird geplant, geplant, beauftragt, entwickelt....Millionen von Euro (Steuergeldern) werden für die Entwicklung dieser Karte ausgegeben.....
Reg.ierung: So, fertig! Die Karte steht, wir können sie einführen! (*stolzsei*) Aber erst mal in ein paar Testgebieten! Sicher ist sicher.
Patient: "Hallo lieber Apotheker, mein Arzt hat mir nen Stütz.strumpf aufgeschrieben, hier auf meiner Karte....den hätte ich gerne, der muss aber angepasst werden an mein Bein!"
Apotheker: Jo, dann gehen sie mal in ein Sanita.etshaus! Wir können das nicht. Wir sind Apotheker und keine Banda.gisten!
Patient: "Ja, aber die dürfen mir keinen geben, können die auch gar nicht, weil die das Rezept auf der Karte ja gar nicht auslesen können. Und Geld bekommen die von der Kasse auch nicht, weil die das Rezept auf der Karte ja technisch gar nicht mehr abrechnen können. Die haben gar nicht diese kleinen elektronischen Kästchen, wo man die Karte reinsteckt und wo dann gezeigt wird, was der Arzt mir aufgeschrieben hat..."
Apotheker: Tja, nicht mein Problem, beschweren sie sich bei der Reg.ierung.
Patient(en): he, Regie.rung....bekomm ich jetzt von euch meinen Strumpf, oder wie?
Reg.ierung: Oh! Mist! Wenn uns DAS mal einer vorher gesagt hätte, dass die Apotheken das gar nicht leisten können....ach, und die armen Sani.taetsh.äuser....die haben wir ja ganz übersehen....wahrscheinlich leben die jetzt alle nur von Wasser und Brot...die Armen..... also, marsch marsch zurück mit dieser bösen bösen Karte!!
....und es wird entwickelt und entwickelt, Softwarefirmen werden beauftragt, ein ganz neues System zu schaffen (das alte kann leider nicht verwendet werden, weil gar nicht vorgesehen war, mehr als "nur Apotheken" damit einzubinden)....Millionen von Steuergeldern werden (wieder mal) aufgebracht.....
Und sowas erlebe ich (fast) tagtäglich.
Da fragt man sich, wie die Großkopferten überhaupt
a) so weit haben aufsteigen können
b) dermaßen ignorant sind
c) Scheuklappen aufhaben
d)...oder wir einfach nur russisch reden...(?!?)
Mir graust es schon immer, wenn ein Gesetz.esentwurf auf meinen Tisch flattert......weil bei jedem solchen genau so ein Spiel von vorne los geht......
Herr B. - 12. Mai, 17:14
Sehr anschaulich, vielen Dank :-) Bleibt die Frage, warum das so ist? Mangelt es an fachspezifischem Personal, an Interesse, nimmt man sich zu viel vor, sind die Themen zu komplex? Ich kenne das bei mir ja ähnlich, da werden Leute zu Projektleitern, die keine Ahnung haben und auch keine Ahnung haben wollen und nur da sitzen, damit sie anschließend einen noch besser bezahlten Posten bekommen können. Und die, die sich einbringen, kämpfen gegen Windmühlen. Aber das kann doch nicht unser System sein? Also wo liegt der Fehler? Ich stelle auch oft fest, dass man versucht, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, also bloß nicht anecken, niemandem auf die Füße treten und immer schön um alle Untiefen herumrudern. Aber, mal ganz abgesehen von der deutschen Bürokratie - ob das in anderen Ländern anders ist?
Leslie House - 12. Mai, 17:53
Du beschreibst es sehr schön. Ja, genau DAS ist unser System.
Ob das in anderen Ländern anders ist, weiß ich nicht.
Wenn ich mich mit dem immer stärker auf mich zukommenden Euro.parecht auseinander setze(n muss), glaube ich aber nicht, dass es in anderen Ländern besser/anders ist.
Im Gegenteil. Da wird vieles (gerade in den Oststaaten) nur anders gehandhabt. Teilweise vereinfacht....was dann wieder zu mehr Problemen für uns führt. Wie gesagt, ich kann es nur aus gesun.dheitspo.litischer Sicht betrachten, z.B. hinsichtlich der Ausschrei.bungen, die ja nun auch in unserem Bereich europaweit durchgeführt werden müssen.
Für unsere gewohnte Qualität an Dienstleistungen, medizini.scher Versorgung und für unsere Wirtschaft ein extremes Disaster.
Da kommt noch viel mehr auf uns zu.
Ob das in anderen Ländern anders ist, weiß ich nicht.
Wenn ich mich mit dem immer stärker auf mich zukommenden Euro.parecht auseinander setze(n muss), glaube ich aber nicht, dass es in anderen Ländern besser/anders ist.
Im Gegenteil. Da wird vieles (gerade in den Oststaaten) nur anders gehandhabt. Teilweise vereinfacht....was dann wieder zu mehr Problemen für uns führt. Wie gesagt, ich kann es nur aus gesun.dheitspo.litischer Sicht betrachten, z.B. hinsichtlich der Ausschrei.bungen, die ja nun auch in unserem Bereich europaweit durchgeführt werden müssen.
Für unsere gewohnte Qualität an Dienstleistungen, medizini.scher Versorgung und für unsere Wirtschaft ein extremes Disaster.
Da kommt noch viel mehr auf uns zu.
Gefährlicher Schnitt,
Und nun? Gar nicht wählen, Protest wählen, oder das, was man sowieso immer wählt, egal, was einem versprochen wird? Gibt es die Biertrinker-Partei noch? Das wäre doch wenigstens etwas Handfestes *gg*
Ja, ja...
Weil - mal ehrlich - man kennt vielleicht im Groben die Wahlprogramme der "Großen".....von den kleinen Parteien weiß man so gut wie nix. Und die großen Parteien, wenn dann gewählt, halten sich eh nicht an ihr eigenes Wahlprogramm und an ihre Versprechen....
Ich wäre gerne mal so für eine Amtsperiode "Dik.tator"! Also, ich würde - mit meinem von mir eigenes zusammengestellten Stab mal gerne alle Entscheidungen treffen. Klar, das ist unrealistisch, dass man (ich) das überhaupt alleine schaffen könnte.....aber im Herzen würde ich das gerne.
Dann würden keinen Millionen mehr für Brücken ausgegeben, die dann irgendwann an einer Straßen enden, die nicht mehr weitergebaut wird.....ach, ich denk, ich würde erst mal anfangen, in den Kommunen aufzuräumen. Geld gibts nur für vernünftige und notwendige Maßnahmen und eben keinen dicken Topf mehr, der dann ausgegeben wird (werden muss), damit es im nächsten Jahr wieder die gleiche Summe gibt.
Denke, ich könnte an mehreren Ecken jede Menge Geld sparen.....und dann dort einsetzen, wo wirklich nötig.
@herrb...
IMHO ist es mit der Politik wie mit dem Fußball: man selber würde natürlich alles besser machen. Aber - wie kann man sich selbst anmaßen, die 10000 Kleinigkeiten, die einem von allen Seiten zugetragen werden, selbst noch objektiv beurteilen zu können ? Ist die Unterstützung der 1000sten Lesbengruppe besser als die Unterstützung der 3858sten Buchlesung ? Und so weiter und so fort.
Ich unterstelle eigentlich keinem Politiker, per se nur an Macht interessiert zu sein. Dafür ist das Business viel zu anstrengend, viel zu mühsam, als daß man da nicht auch Idealismus mitbringen muß. Und wenn man dann recht weit oben steht, und auf einmal 2947 Lobbygruppen auf einen zustürmen, und sich alle Argumente irgendwie richtig anhören - ja, was dann ?
Natürlich, ein Diktator hats einfach - er entscheidend nach seinem Gutdünken. Dies können demokratisch gewählte Politiker nicht, zumindest nicht so rigoros.
Und es ist interessant, zu sehen, was aus so idealistischen und viel-versprechenden Parteien wird, wenn sie dann mal mitregieren (mir fällt da Berlin ein), was von den ganzen Versprechungen übrigbleibt, wenn die Realität zuschlägt.
Ich hab mal ein (ganz klein) bißchen Einblick in Politik auf kommunaler Ebene gewonnen, wieviel Idealismus, Engagement und ehrenamtliche Tätigkeit da eingebracht wird. Das hat nix mit Macht-Anspruch im negativen Sinn zu tun. Das hat damit zu tun, daß man aktiv an der Gestaltung teilhaben und daran mitarbeiten möchte.
Sorry, wenn das jetzt sehr lang wurde. Aber ich finde diese Pauschalverurteilungen auf Stammtischniveau unangemessen.
Noch ein Nachtrag:
Ich glaube, daß Politiker/Parteien, die die ungeschminkte Wahrheit sagen würden (vorletzte Wahl hat das eine versucht, und ging unter), unter ferner liefen rauskommen würde. Ich glaube, daß das Groß der Bevölkerung a) populistisch wählt b) sich von gut klingenden Parolen "überzeugen" läßt c) zu wenig über die Gesamtlage in Kenntnis ist, als daß sie eine ehrliche Politik würdigen könnten/würden.
Noch ein Nachtrag: es gibt doch ein paar Politiker/innen, denen ich reine Machtgier unterstellen würde, aber das ist meiner Ansicht nach die Miderheit.
@Alex: Zu Deinem letzten Nachtrag: Diese schwarzen Schafe gibt es eben in jeder Branche, da macht die Politik keine Ausnahmen. Aber ich denke auch nicht, dass wir von solchen ausnahmslos regiert werden. Sie fallen nur in der Öffentlichkeit aufgrund ihrer Bekanntheit öfter auf ...
Was diese sog. "Steuergeschenke" angeht, sehe ich das zwar nicht als Lüge, aber als sehr populistisch, ja, das stimmt.
Ich sage nicht, man kann (oder sollte) den Leuten Unsinn erzählen. Aber ich denke schon, daß komplexere Sachverhalte nicht unbedingt auf Verständnis stoßen, s.o. Und realistisch betrachtet ist Politik nunmal komplex. Also müssen Politiker versuchen, Formeln und Kommunikationen zu finden, die alle verstehen, Parolen, die eingängig sind.
Außerdem: wer würde denn eine Partei wählen, die ein realistisches Bild entwerfen würde, bei dem aber klar wird, daß man selber dabei nicht gewinnt ? Das man selber dabei Nachteile in Kauf wird nehmen müssen ? Und zwar ganz konkrete, nicht irgendwelche abstrakten, in der Zukunft liegenden Verschlechterungen ? Ich befürchte: niemand. Von daher halte ich es für äußerst schwierig, eine realistische, aber unbequeme Wahrheit unters Volk zu bringen, und dafür dann auch gewählt zu werden.
Aber ist es nicht ein wenig zu einfach, den Leuten mehr Geld zu versprechen? Wenn sogar schon in der eigenen Partei Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen? Da wird doch wohl ein wenig viel Schaum geschlagen.
Ich beneide da vor allem den Finanzminister nicht, der immer wieder mit dem Kopf schütteln und beteuern muss, dass es doch nun mal nichts zu verteilen gäbe in den nächsten Monaten/Jahren. DER hat wirklich einen harten Job ...
Ich bin sehr dafür, der Allgemeinheit nicht mit Fachchinesisch etwas erklären zu wollen, manchmal würde ich mir nur etwas mehr Augenmaß und gedämpftere Töne wünschen, als plakative Rufe nach mehr Geld für alle. Egal, ob von rechts oder von links.