Auf der Suche nach Crockett
Mein Schatz griff sofort zum Telefon und bemängelte die Aussicht. Nach anfänglichem Hin und Her konnten wir schließlich mit der Managerin sprechen, die sich entschuldigte und uns zumindest versprach, nach drei Tagen in ein angeblich wunderschönes Zimmer umziehen zu können. Mit Zähneknirschen stimmten wir zu und bezogen also erst einmal unser Zimmer. Für das Parken am Hotel wären übrigens unglaubliche 39 Dollar pro Tag fällig geworden. Zum Glück war mir das schon vorher bekannt und ich hatte mich im Netz nach Alternativen umgesehen. Ganz in der Nähe gab es ein öffentliches Parkhaus, dort bezahlten wir nur 8 Dollar pro Tag und nahmen dafür den zehnminütigen Fußweg gern in Kauf.
Am ersten Abend besuchten wir den Art Deco District, also South Beach. Hier tobt das Nightlife, eine Bar reiht sich an die nächste, überall wird man von jungen Frauen oder Männern an der Tür angesprochen und fast hinein gezogen. Es ist laut und schrill hier und wir hatten etwas Mühe, ein Restaurant zu finden, in dem man halbwegs in Ruhe etwas essen konnte. Wir haben schließlich eines gefunden, in dem man einen schönen Blick auf die Straße hatte und gut das Publikum beobachten konnte. Hier gibt es wirklich alles, von Oma und Opa bis hin zu den buntesten, schrillsten Typen, die man sich vorstellen kann, und das in allen Hautfarben. Auffallend war dabei die - zum Teil ganz sicher künstliche und gern zur Schau gestellte - Oberweite der allermeisten Frauen. Dies scheint dort fast ein MUSS zu sein! Man zeigt, was man hat, und manchmal auch etwas mehr.
"Etwas mehr" galt auch für die Autos - unendlich lange Stretch-Limousinen und sonstige Luxus-Karossen in großer Zahl konnte man bestaunen. An Geld scheint es hier nicht mangeln.
Ein Abend dort hat uns dann aber doch gereicht. Für die folgenden Tage haben wir uns etwas ruhigere Plätzchen ausgesucht, u. a. einen tollen kleinen Italiener mit einer super leckeren Pizza zu einem erstaunlich moderaten Preis. Ansonsten war es hier im Durchschnitt genauso teuer wie in NY oder Key West.
Nach drei Tagen stand dann der zugesagte Zimmerwechsel an. Und die Managerin hatte tatsächlich nicht zu viel versprochen! Es war ein Zimmer, wie ich es erwartet hatte: Man öffnet die Zimmertür und schaut geradeaus über den Balkon direkt aufs Meer und den wirklich schönen, breiten und sehr feinen Sandstrand. Einfach toll! Und der Clou: dieses Zimmer verfügte über eine separate, private Dachterrasse mit Liegestühlen, Tisch und Stühlen auf Kunstrasen. Es war wirklich der Hammer! Hier hätten wir es noch eine ganze Weile ausgehalten. Aber nach weiteren drei Nächten war unsere Zeit in Miami schon wieder vorbei und wir fuhren nach Fort Lauderdale ...
Hier noch ein paar Imressionen:
Herr B. - 22. Dez, 17:29
Treibgut - 27. Dez, 19:20
Schöner Bericht
... ein Alligator, immerhin. Damals, damals, lange ist es her, sah ich auch nur einen Alligator. Das war auf Jamaica.
Herr B. - 28. Dez, 07:44
Ja, immerhin. :-) Natürlich erhofft man sich nach den Berichten im Netz schon ein wenig mehr, aber Natur kann man nun mal nicht programmieren ...
Hallo Herr B. :-)
Sehr schöne Photos zeigst du uns hier. 3000 habt ihr gemacht :-) ? Kann ich nachvollziehen.
6 spurige Strasse? Aaaah :-/ das wäre nix für mich.
Aber die Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren sehen, das könnte mir auch gefallen.
Ich lese mich hier in den nächsten Tagen mal rückwärts durch. ;-)
Grüßli :-)
Ja, es war wirklich ein Traumurlaub, es gab keine Enttäuschung, nichts, was ich hätte anders machen wollen. Jeder Ort, jedes Hotel hatte seinen besonderen Charme, und auch wenn ich nicht überall wieder Urlaub machen würde, haben wir uns trotzdem jederzeit wohl gefühlt. Und die unzähligen Eindrücke und Erlebnisse werden uns lange im Gedächtnis bleiben, auch dank der vielen Fotos.
An die großen Straßen gewöhnt man sich übrigens! ;-) Wir haben ja in Key West klein angefangen und uns dann langsam gesteigert, und dank Navi und Schatzi an meiner Seite konnte ich mich auf den Verkehr konzentrieren, ohne noch zahllose Schilder lesen zu müssen.
Den letzten Teil gibt es dann im neuen Jahr. Heute Mittag wartet erst mal der Flieger nach Zürich! Leider muss ich vor dem neuen Jahr noch mal zurück kommen und arbeiten, aber rechtzeitig vor Silvester sind wir wieder zusammen.
Ich wünsche Euch geruhsame, entspannte Feiertage!
Liebe Grüße
Herr B.