28
Jul
2010

Ziellos, schlaflos

Jeden Abend das gleiche Spiel - Unruhe und Nervosität, ewig kreisende Gedanken lassen mich nicht einschlafen. Und ich warte auf die Wirkung der Einschlafkapsel, die mich für die Nacht davon erlöst.

Noch viel zu tun

Ich habe gerade zwei Bücher von P. Co_el_ho gelesen, die mich sehr berührt und gerührt haben. Und ich habe gemerkt, wie viel Trauer noch in mir steckt und verarbeitet werden will und muss. Und ich wundere mich, dass ich draußen beim Einkaufen schon ein schlechtes Gewissen bekomme, auch wenn ich andere Frauen auf der Straße nur eine Sekunde lang ansehe.
Fazit: Ich muss noch viel tun, für mich, für mein Selbstbewusstein, gegen die Verlustängste. Und es wäre sicherlich gut, den täglichen Mail-Kontakt zu ihr abzubrechen, nur ich schaffe es momentan einfach (noch) nicht.

26
Jul
2010

Mein Vater ...

... macht sich Sorgen um mich. Sein Sohn ganz allein - eine Katastrophe. Er hatte sich so darauf gefreut, mich in zwei Wochen zu seinem 70. Geburtstag mit Begleitung begrüßen zu können, und nun das. Jetzt werde ich der Einzige auf der Feier sein, der allein kommt. Ich fürchte, er ist fast genauso traurig wie ich.
Nun hat er mir gestern, als wir uns sahen, geraten, ich solle doch jetzt öfter mal mittags in die Kantine gehen. In meiner Firma gibt es schließlich so viele Frauen, da werde ich doch wohl mal eine kennen lernen ...

Ach Papa - wenn das alles so einfach wäre!

25
Jul
2010

Dauermedikation

Momentan geht es ohne Bal.drian überhaupt nicht. Ich werde nervös, die Hände fangen an zu zittern, ich kann nicht schlafen. Gar nicht schön, aber das wird ja auch nur eine Phase sein. Trotzdem überlege ich, ob ich in diesem "Zustand" arbeiten gehen kann/sollte. Sicher, hier zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf, aber bin ich wirklich gefestigt genug, um nicht beim erstbesten ewtas genervten Anrufer auszuflippen? Ich weiß es momentan nicht so genau, von den Rückenschmerzen, die mal besser und mal schlechter werden, ganz zu schweigen.

23
Jul
2010

Gestorbene Hoffnung

Heute kam Post von ihr. Ich hatte Fragen gestellt, ganz bewusst, ganz eindeutig. Sie hat sie beantwortet, genauso eindeutig. Die Trennung war richtig, steht da, und dass sie nun vermutlich eine neue Beziehung eingehen wird, von der sie nicht weiß, ob sie gut für sie ist, aber sie nicht anders könne ... und dass sie so eine Beziehung wie zwischen uns vermutlich nie wieder haben wird ... und dass es ihr leid tue ...
Die letzten Zeilen verschwimmen in den Augen, erscheinen nicht mehr wichtig. Alles ist gesagt, alles getan, alles ist endgültig. Jeder Zweifel ist beseitigt, jede Hoffnung besiegt. Endstation.

Nun kann, nun muss die Heilung beginnen, irgendwie. Wieder aufrappeln, wieder Fuß fassen, neuen Mut schöpfen, nach vorn schauen. Das alte Motto dieses Blogs ist auch das neue. Dabei hatte ich gehofft, ich wäre angekommen im neuen Leben.

22
Jul
2010

Ich kämpfe mit Bildern

Es ist sinnlos, hypothetisch und macht mich nur verrückt, trotzdem spukt es in meinem Kopf. Seit zwei Tagen sind die Mails von ihr ganz plötzlich verstummt, kein Laut mehr, keine Nachfrage, ob es mir noch schlecht geht. Dann frage ich mich, warum das wohl so ist, und es machen sich Bilder im Kopf breit, Bilder, die viel mit Eifersucht zu tun haben, die mir ja eigentlich gar nicht mehr zusteht. Bilder, die sie mit ihm zeigen, in ihrem Garten, auf ihrer Terrasse ... Ganz klar, dass das irgendwann wirklich so kommen kann oder wird, und womöglich ist es tatsächlich im Moment nur Einbildung. Aber wenn man nichts hat, an dem man sich festhalten kann, dann kommen diese Geisterbilder und machen mir das Leben schwer.

20
Jul
2010

Erkenntnis

Neulich der versprochene Anruf bei mir, den sie vergessen hat, gestern eine Mail, die sie mir zugesagt hatte, weil ich eine bestimmte Info benötige ... Ich muss lernen, dass es nun Andere gibt, die wichtiger sind als ich. Auch eine bittere Erkenntnis.

Und meine Psyche hat sich die schwächste Stelle ausgesucht, um auf sich aufmerksam zu machen - meinen Rücken. Also muss ich heute zu Hause und im Bett bleiben.

19
Jul
2010

Funktionieren

Heute Morgen war ich kurz davor, mich krank zu melden. Ich hab zwar einigermaßen geschlafen, bin aber im Moment kaum fähig zu denken. Doch ich denke mir, dass hier im Büro die Zeit schneller vergeht. Irgendwie.

18
Jul
2010

Die alten Denkmuster ...

... sind noch so präsent, dass ich mich eben erst mal selbst schütteln musste. Dinge wie "Was macht sie wohl gerade?" oder "Wir telefonieren ja nachher noch" gibt es nicht mehr, denn _sie_ ist nicht mehr (für mich) greifbar. Kein "wir" mehr, nur noch ein "ich". Das ist in meinem Kopf noch lange nicht angekommen und schmerzt an ganz vielen Stellen des Tages.

Doofer Einstein

Ich hasse Relativität, gerade heute am Sonntag. Es ist gemein, dass an so einem Tag die Minuten so lang sind wie Stunden. Wenn der Tag dann schon um 5 Uhr beginnt, weil man nicht mehr schlafen kann, ist das wie eine Strafe.
Dazu ihre Mail von gestern Abend "Mir kommen schon wieder die Tränen ... Du wirst mir fehlen ... ist mir so schwer gefallen ..." und die Frage, warum das alles trotzdem so sein soll, wie es jetzt ist, ohne eine Chance auf Antwort.
Doofer Einstein, doofer Sonntag.
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