30
Sep
2009

Mir doch egal!

Mit fortschreitendem Countdown (unten rechts) höre ich immer öfter in Gesprächen (allein heute schon 2x): Was machen wir bloß, wenn sie nicht mehr da sind? Soll ich Euch was sagen: Ich weiß es nicht - und es ist mir egal! Diverse Chefinnen hatten mehrere Jahre Zeit, sich hier mal für mich einzusetzen. Doch das blieben immer nur leere Versprechungen. Nun läuft meine Zeit hier ab, und ich weine ihr keine Träne hinterher. Neue Abteilung, neues Glück.That's Life!

Berühmter Balkon

Ja, es war ein bewegender Moment, auch am Fernsehschirm, und eine leichte Gänsehaut überkommt mich noch heute, wenn ich diesen Filmschnipsel sehe, in dem Genscher den Tausenden unter ihm die frohe Kunde bringt. Wer hätte damals geahnt, wie schnell danach alles ging ...
Es sei dem "Gensch-Man" verziehen, wenn er 20 Jahre später die Geschichte (lt. Interview) etwas verzerrt interpretiert.

Im Vergleich

Ich bin schon immer ein Fan der deutschen Sprache gewesen und bemühe mich auch, deren Regeln so gut wie möglich anzuwenden. Aber am Wochenende im Delirium kam ich irgendwie ins Grübeln, und zwar in Bezug auf die richtige Präposition nach "Vergleich". Heißt es nun im Vergleich ZU oder im Vergleich MIT - oder sind beide Varianten möglich? Ich war zunächst davon ausgegangen, dass MIT richtig sein müsste, denn ich vergleiche eine Sache nur MIT einer, aber nicht ZU einer anderen, und ZU gehöre eher zum Wort Verhältnis. Bisher hatte ich aber stets im Sprachgebrauch Vergleich ZU gesagt, und auch im Newsletter des Du.dens finden sich solche Sätze. Ist also beides möglich?

29
Sep
2009

Bitte Abstand halten!

Erstes vorsichtiges Lebenszeichen von mir, nachdem die Seuche mich am Donnerstagabend erwischt hat. Nein, ich denke, es war nicht die Schweinegr., zumindest ist mir bisher kein Ringelschwänzchen gewachsen ;-) Aber trotzdem hat es mich ziemlich heftig erwischt, und vermutlich hätte ich wohl auch heute noch zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen können. Aber ich habe meinen freien Tag gestern noch zum Erholen genutzt und fühle mich heute immerhin schon wieder so fit, dass ich den Tag wohl überstehen werde - mit Tee, Paracetamol und Schal um den Hals.
Ich hab die ganzen letzten Tage fast nur geschlafen, nicht einmal zum Wählen konnte ich mich aufraffen, aber das Dreamteam Angela und Guido hätte ich vermutlich auch nicht verhindern können ...

24
Sep
2009

Tapetenwechsel

In den letzten Tagen fällt mir auf, dass ich oft schon am Nachmittag kaputt bin, auf Arbeit manchmal unkonzentriert und ein bisschen gereizt. Ist vermutlich auch kein Wunder, denn Urlaub hatte ich in diesem Jahr kaum. Drei Wochen waren es bisher, davon ging genau die Hälfte für Klausurvorbereitung drauf.
Und auch eine Luftveränderung täte mir wohl gut. Die fünf Tage JH mit Sohn und dessen Kumpel waren zwar nett, aber nicht sonderlich erholsam. Leider wurde und wird das ansonsten in diesem Jahr nix mit Verreisen. Und auch wenn man sich vornimmt, an seinen freien Tagen mal zu Hause auszuspannen - mir geht es zumindest so, dass man irgendwie doch immer wieder in den gewohnten Trott verfällt, den Alltag halt nicht komplett abschütteln kann.
Ich sollte sehen, dass ich im nächsten Jahr die Urlaubstage etwas besser planen kann. Bisher war das unmöglich, da nie genug Tage übrig waren, um die Klausuren, Urlaub mit Kind und dann noch Urlaub mit E. zu realisieren. Sollte ich das im nächsten Jahr kombinieren können, wäre das schon mal ein Fortschritt.

23
Sep
2009

Charakterköpfe

Gestern Morgen hatte ich vor dem Verlassen des Hauses noch etwas Zeit. Eigentlich wollte ich im Videotext Nachrichten lesen, blieb dann aber bei einem Beitrag über die Wahlen vor dreißig Jahren hängen - eine Elefantenrunde mit den klanghaften Namen Schmidt, Genscher, Kohl und Strauß. Es war köstlich! Schon damals ging man nicht gerade fein miteinander um, fast schien es, als sei die Diskussion um einiges ruppiger als heutzutage. Aber damals hatten Politiker auch noch Ecken und Kanten im Vergleich zu den heutigen, profillosen Ulknudeln. Und das Beste: Mitten in der Diskussion zündete sich Schmidt eine Zigarette an - heute undenkbar im TV.

22
Sep
2009

Heimatlos

"Deine Wohnung ist cool!" meinte mein Sohn neulich mal wieder, als er ich besuchte. Sicher, wenn man den Charme einer Studentenbude toll findet, mag das stimmen. Aber auch wenn ich mich inzwischen an meine neue Umgebung gewöhnt hab - so richtig _meins_ ist es auch nicht. Die meisten Möbel hab ich so vom Vormieter übernommen, lediglich der Inhalt ist natürlich von mir. Aber es wirkt nach wie vor ein wenig fremd, genau wie die Wohngegend.
In letzter Zeit bin ich außerdem öfter bei E. Und da geht es mir ähnlich: Ich fühle mich ganz wohl, finde mich zurecht, bin gern da. Aber auch dort ist nichts von mir und ich bin doch irgendwie nur Gast. Meine neue Heimat habe ich noch nicht gefunden.

Hallo Herbst!

Da ist sie also wieder, die Jahreszeit, die schöne bunte Blätter malt und gleichzeitig viele Menschen depressiv macht. Gespürt hab ich sie schon mit ihrem kalten Hauch heute Morgen, kurz vor 5 Uhr, als ich das Haus verließ ...

21
Sep
2009

Ede ist tot

Schon wieder ist eine Erinnerung aus Kindertagen gestorben - Mister XY. Auch wenn dank Mauer natürlich (!) das Verbrechen nie bis zu uns gelangen konnte: die Sendung war in meinen Kindertagen Pflichtprogramm. Wunderbar spröde und verstaubt, aber trotzdem wartete man gespannt, wenn Ede in "eines der Aufnahmestudios" umschalten ließ.
Nun ist er im Himmel und kann sich mit Kulenkampf, Rosenthal und Carrell über alte Zeiten unterhalten ...

17
Sep
2009

Erschreckend

Durch einen Artikel wurde ich gestern darauf aufmerksam, und eben habe ich es selbst ausprobiert: Auf der neuen Suchmaschine B.ing kann man über "maps" für alle möglichen Orte nicht nur die übliche Luftaufnahme, sondern auch die Vogelperspektive aus 100m Entfernung aufrufen und damit quasi direkt in sein eigenes Fenster schauen. Schon irgendwie eine tolle Sache, aber andererseits auch erschreckend ...

Klischee oder Tatsache?

Der Vorbesitzer des Häuschens, in dem nun E. wohnt, hat im Schuppen eine kleine Sauna eingebaut. Als die Nachbarin, die etwa in unserem Alter sein dürfte, davon erfuhr, fragte sie, ob sie die denn auch mal mitbenutzen dürfe. Darauf meinte E., dass dies kein Problem sei, sie aber damit rechnen müsste, dort dann auch auf einen nac.kten Mann (also mich) zu treffen. Darauf entgegnete die Nachbarin, dass das nicht schlimm sei, schließlich sei sie im Osten aufgewachsen und daran gewöhnt.
Gibt es diese Ost-West-Unterschiede im Schamgefühl bzw. dem Umgang mit Nac.ktheit wirklich oder ist das nur eines von vielen Vorurteilen?

Verabredungs-Burnout

Im laufenden Semester kommen Verabredungen bei mir meist zu kurz, da die Abende hauptsächlich fürs Lernen reserviert sind. Daher nutze ich die Semesterferien dann entsprechend intensiv, um mal wieder raus zu kommen. Aber nach sieben abendlichen Verabredungen hintereinander reicht es jetzt für eine Weile und ich freue ich mich schon darauf, morgen Abend vor dem neu gebauten Kaminofen bei E. mit einem Glas Wein zu sitzen und einfach nur den Flammen zuzusehen ...

Relativitätstheorie

Gerade eben habe ich mich erst gefreut, dass die Klausuren vorbei sind und der Sommer kommen kann. Nun habe ich gestern schon wieder einen Haufen Geld fürs neue Semester überwiesen und in einer Woche muss ich anfangen zu lernen.
Wo ist denn nur der Sommer geblieben? Wurmloch? Raum-Zeit-Krümmung? Kalender gefälscht?

16
Sep
2009

Nichts für "alte Leute"

Es war mein erste Mal. Bisher war ich stets in Konzerten, bei denen man brav auf Stühlen saß und den Künstlern lauschte. Gestern nun war ich erstmalig in einem Club - und da ist bekanntlich Stehen angesagt. Ich war skeptisch, schließlich zeichnete sich ab, dass man mindestens zwei Stunden würde stehen müssen. Das Gute ist nur, dass die Eintrittspreise in solchen Clubs viel niedriger sind als bei Konzerten in großen Hallen mit Bestuhlung ...
Ganz so schlimm wurde es dann nicht. Ich war eine gute halbe Stunde vorher da, der Saal war noch leer und ich fand am hinteren Ende eine Art Stufe, auf der ich mich hinsetzen konnte. Und als das Konzert begann, stellte ich mich an die Wand des Raumes. Da es mir mehr auf die Musik ankam als darauf, der Sängerin in die Augen zu schauen, störte mich der Abstand bis zur Bühne kaum. Die gut 90 Minuten des Konzertes habe ich so ganz gut überstanden, aber gemütlich ist was Anderes. Rücken und Füße hatten danach wirklich keine Lust mehr und ich war froh, in der Bahn nach Hause sitzen zu können.
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