19
Okt
2009

Rein platonisch

"Eine höhere Stufe der Liebe" sagt Platon, spricht von seelischer Verbundenheit, inniger Freundschaft.
Eine schöne, hochgeistige Theorie, aber ob das tatsächlich möglich ist? Ich hab da so meine Zweifel.

16
Okt
2009

Staaarker Wille

Gestern Abend hatte ich Appetit auf etwas Herzhaftes. Da fiel mir ein, dass im Tiefkühler noch ein Flammkuchen auf mich wartet. Ich nahm ihn heraus, betrachtete die Verpackung und rieb mir die Augen: 850 kcal, und damit 42% des Tagesbedarfs ... Teilen ging nicht, also landete er - schwupp - wieder im Schrank und ich aß nur einen Joghurt und ein paar Weintrauben.
Man, bin ich stolz auf mich ;-)

Frauen haben es gut

Eben musste ich etwas länger auf die Bahn warten und hatte Zeit, mir die Auslagen des Zeitungsladens anzusehen. Und ich durfte feststellen, dass die Vielfalt an Frauen-Zeitschriften schier unüberschaubar ist - ja, ein Füllhorn journalistischer Meisterwerke wartet da auf Euch, ihr Frauen von Welt. Es gibt gar nicht genug Wartezimmer und Friseursalons, um sämtliche Diätrezepte, Haushalts- und Gesundheitstipps sowie den neuestes Klatsch zu lesen. Nur eine Auswahl: Das Beste für die Frau, Alles für die Frau, Von Frau zu Frau, Frau mit Herz, Frau im Spiegel, Frau von Heute, dazu die Frauennamen Brigitte, Lea, Laura ...Mehr konnte ich mir nicht merken.

Und jetzt die entscheidende Frage: Liest das wirklich jemand?

15
Okt
2009

Wie viel "Blindheit" ist gut?

Das Nordwind-Buch beschäftigt sich intensiv mit dieser Frage: Wie gut ist "Blindheit"? Sollte man gleich zu Beginn einer - wie auch immer gearteten - Mailbeziehung ein Passbild mitschicken? Im Laufe der Schreiberei entsteht zwangsläufig ein Bild vom Gegenüber im Kopf, wenn man womöglich noch telefoniert, erst recht. Was, wenn man sich dann nach Wochen/Monaten trifft und dieses Bild gänzlich zerstört wird? Hattet Ihr solche Situationen schon?
Ich hab es zwei Mal erlebt und es war tatsächlich stets eine "Überraschung". Mein Gedanken-Bild stimmte in keinster Weise mit der Realität überein. Allerdings hat die Vertrautheit, die sich vorher aufgebaut hatte und die sich dann auch real wieder einstelle, diesen "Schreck" bald vergessen machen können.

Schrecksekunde

Feststellung: Es ist ein ganz blödes Gefühl, wenn man im Bus sitzt, von links ein LKW immer dichter heran kommt und man tatenlos zusehen muss ... Zum Glück streifte er den Bus schließlich nur mit seinem Außenspiegel, aber ich bin jetzt erst einmal hellwach.

14
Okt
2009

Stressiger Job

Eben erhielt ich eine Mail von einer Kollegin: " ... mal wieder fast nichts zu tun ... lese erst mal in Ruhe meine Zeitung ... dazu der erste Kaffee des Tages ..."
Ich verrate hier nicht, wo ich arbeite (einige wissen es sowieso schon) *gg*

Abschiedsstimmung

Noch sind es sieben Arbeitstage, aber alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Wechsel unmittelbar bevor steht: Meine Kolleginnen bedienen sich an meinen Zimmerpflanzen, sodass mein Büro schon kahl aussieht (ich kann nichts mitnehmen, da ich demnächst kein eigenes Büro haben werde), die Umzugskartons für meinen persönlichen Kram stehen vor der Tür und mein Schreibtisch leert sich von Tag zu Tag.
Obwohl ich mich auf das, was mich erwartet, freue, ist es ein eigenartiges Gefühl, alles zurück zu lassen, was man sich hier erarbeitet hat. Neue Kolleg(inn)en, neue Aufgaben, neue Chefs - das ist immer auch eine Herausforderung. Und ab nächstem Jahr eventuell auch mehr dienstliche Kontakte zu E. ...

13
Okt
2009

Profiler

Heute morgen in der Bahn habe ich mich gefragt: Kann man ihn erkennen, den Bloggertyp? Wie sieht er/sie aus? Was muss man haben, wie muss man sein, um zu bloggen? Einsam, exhibitionistisch, problembehaftet, verhinderter Schriftsteller, einsam? Oder einfach ein Mensch wie jeder andere? Ich hab jedenfalls keinen erkannt *g*

Die lieben Kleinen

Gestern Abend war ich bei meinem Sohn und habe ihn mal wieder in bester Pubertäts-Aktion erlebt. Nachdem er eine Vier und eine Fünf nach Hause brachte, war die ganze Welt schlecht, er ärgerte sich über sich selbst, konnte das aber nicht heraus lassen, weil er gerade in der "ich bin cool"-Phase war. Also hieß es nur: "Lasst mich in Ruhe, ist mir doch alles egal, ich brauche keine Hilfe!"
Was tut man in so einem Moment? Meine Ex ist der Typ, der nicht locker lässt und dann auf ihn einredet, ihm klarmachen will, dass man nur helfen will und doch nichts verloren ist. Das eskaliert dann meist ... Ich lasse ihn eher links liegen und warte, dass er wieder runterkommt und das Kind rauslässt (was meist nach einigen Minuten auch passiert).
Egal wie, emotional kostet alles viel Kraft. Und dabei ist es erst der Anfang. Wenn dann bald auch noch Mädchen ins Spiel kommen ...

Beinahe ...

... hätte ich mich eben auf der Fußgängerbrücke lang hingelegt: Überfrorene Nässe. Man, wie ich das hasse. Erwähnte ich schon, dass ich den Sommer zurück haben will?!

12
Okt
2009

Das ging ja wieder schnell

Alle (vier) Jahre wieder: Kaum ist die Wahl vorbei, kann sich keiner mehr so recht an irgendwelche Versprechen erinnern. Steuersenkung - vom Tisch. Mehr Kindergeld - nie besprochen. Steuerreform - nicht in den nächsten vier Jahren. Es ist vermutlich nur noch eine Frage von Tagen, bis über erste Steuererhöhungen diskutiert wird ...

9
Okt
2009

Interessenkonflikt

Vor einiger Zeit hatte ich hier geschrieben, dass mein Blog eine komplett virtuelle Angelegenheit ist. Niemand im RL weiß davon. Das war auch kein Problem, ganz im Gegenteil, es bot mir die Gelegenheit, auch beziehungstechnische Themen anzusprechen.
Doch mit der Zeit ergeben sich nun immer mehr Verbindungen zwischen den Welten und ich gerate langsam in Erklärungsnöte im richtigen Leben. Wie gehe ich damit um? Die Beziehung künftig aus dem Blog heraushalten und vom Blog erzählen? Oder sie nicht heraushalten und darauf vertrauen, dass E. hier nicht liest? Oder ein zweites, unabhängiges Blog beginnen?

Narrenhände

Seit Jahren hat man sich an zerkratzte Fensterscheiben bei Bus und Bahn gewöhnt. Die Verkehrsbetriebe behelfen sich mit durchsichtigen Folien, um das Glas zu schützen. Nun kam man auf die Idee, diese Folien mit Motiven zu bedrucken, um das Scratching unattraktiv zu machen. Ergebnis: Nun rüsten sich unsere lieben Kids wieder mit Farbstiften aus und beschmieren Decken und Fußböden der Bahnen mit ihren Tags. Das sieht noch schlimmer aus und ist vermutlich auch schwerer zu entfernen.
Ich dachte, diese sinnlose Beschäftigung wäre nur eine Modeerscheinung, aber offenbar fällt unserer Jugend noch immer nichts Neues ein, um auf sich aufmerksam zu machen.

8
Okt
2009

Gut für die Augen

Wenn man den ganzen Tag und auch noch den halben Abend lesen muss, ist so ein Hörbuch eine tolle Erfindung. Man kann die Augen schließen und trotzdem "lesen". Und das Wiedergeben mit verteilten Rollen macht das Werk "Gut gg. Nord.wind" sehr plastisch. Bis zur Hälfte bin ich gestern schon gekommen. Und besonders spannend finde ich die Frage, ob und wie sich so eine "blinde Beziehung" wirklich verändert, nachdem man sich mal gesehen hat. Man baut sich am PC doch schon sein eigenes Bild vom Gegenüber zusammen. Was, wenn das dann überhaupt nicht der Realität entspricht? Ist dann auch jede noch so vertraute Mail-Beziehung zerstört?

Es gibt inzwischen eine Fortsetzung. Hat die schon jemand gelesen?

Da trägt man Sweatshirt

Bisher galt das Motto meines Blogs eigentlich nur für den privaten Bereich. Nun kann ich ihn auch auf mein Berufsleben ausweiten, denn mit dem Wechsel wird sich vieles ändern. Momentan erreichen mich täglich gute Wünsche von Kolleg(inn)en für die Zukunft, und auch mein Schreibtisch wird von Tag zu Tag leerer. Alles deutet darauf hin, dass es bald soweit ist.
Und ich bin gespannt, wie es werden wird. Klischees über IT-Bereiche gibt es genug. Viele davon stimmen auch *g* Schön ist in jedem Fall, dass das Hierarchiedenken dort im Vergleich zum Rest des Hauses bis fast ganz oben nicht vorhanden ist. Das macht das Arbeiten leichter. Überall duzt man sich und alles wirkt irgendwie weniger steif als hier. Dazu gehört dann auch die "Kleiderordnung" ;-)
Aber vor allem kann ich dann später endlich einige Dinge selbst erledigen, bei denen momentan mit der Auftragserteilung Schluss ist. Darauf freue ich mich!
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